Salzburger Nachrichten am 15. November 2002 - Bereich: lokal
Tausend Künstler

Umrahmt von Ausstellungen präsentiert die Stadt Salzburg ein Lexikon zur Bildenden Kunst in Salzburg mit tausend Namen.

BERNHARD STROBL

SALZBURG (SN). Der Schluss, den Autor Anton Gugg, aus jahrelanger Beschäftigung mit Kunst in Salzburg und nach Veröffentlichung des Lexikons "Kunstschauplatz Salzburg, Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie seit 1945", zieht, lautet: "Im Schatten der Festspiele tut sich in Salzburg enorm viel im Bereich der Bildenden Kunst. Salzburg ist im Proporz zur Bevölkerung ein wirkliches Zentrum der Kunst geworden."

Der Kulturjournalist und künftige Leiter der Abteilung "Bildende Kunst" im Kulturamt der Stadt hat einen kompletten Kunstspiegel der Stadt Salzburg erarbeitet. Alle in Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie Tätigen, die seit 1945 in Salzburg Spuren hinterlassen haben oder hier geboren worden sind, wurden namentlich aufgelistet. Es sind tausend Künstler. Ein kurzer Lebenslauf gibt Informationen zu ihrer Person, ein subjektiver Kommentar setzt sich mit ihrem Werk auseinander. "Der Großteil der genannten Personen wird sich über die Kommentare freuen", ist Anton Gugg überzeugt.

Das 280 Seiten umfassende Werk mit 200 Bildern wird heute, Freitag, 18 Uhr, bei einer Vernissage im Kulturzentrum Weihergut der Öffentlichkeit vorgestellt. Werke von 75 im Buch erwähnten Künstlern werden in der Ausstellung gezeigt. Im Zusammenhang mit der Buchpräsentation stehen auch spätere Ausstellungen in der Berchtoldvilla und in der Galerie in der Stadt Salzburg.

Experten bezeichnen das Lexikon als einzigartiges Bemü-hen, das Kunstschaffen in einer Stadt seit Kriegsende zu dokumentieren.

"Kunstschauplatz Salzburg" wurde im Auftrag der Kulturabteilung mit 2000 Stück Auflage im Verlag Pustet gedruckt. Erhältlich ist das Werk zum Preis von 29 Euro im Buchhandel.