Auch die privaten Betreiber des Zoom-Kindermuseums werden ab 2010 ihre Ausstellungen für Kinder und sogar Erwachsene ohne Eintrittsgeld anbieten. Wenige Änderungen gibt es in den Landesmuseen, bisher schließt sich nur Oberösterreich für Schulklassen an.
Unter Zugzwang fühlte man sich durch die Bundes-Initiative vor allem in Wien. Die „an sich positive Maßnahme“ in den Bundesmuseen hätte „massive Wettbewerbsverzerrung“ vor allem für das Zoom mit seinen fast ausschließlich jungen Besuchern mit sich gebracht, so das Kindermuseum in einer Aussendung. Die Stadt Wien steuert nun für die Maßnahme 150.000 Euro bei, wobei das Geld je zur Hälfte aus dem Kultur- und dem Jugendressort kommt. Das Wien-Museum erhält von der Stadt zusätzlich 15.000 Euro. Weiterhin generell keinen Eintritt verlangen wird das städtische „Museum auf Abruf“ und auch beim „Jüdischen Museum Wien“ sind keine Änderungen geplant, da schon bisher der Museumsbesuch für Schulklassen bis 19 Jahre kostenlos war.
Mit Steuergeldern geförderte Kunst und Kultur „soll nicht einer Elite vorbehalten sein“, betonte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny in einer Aussendung, Jugendstadtrat Oxonitsch verwies auf die Jugendlichen als das „Publikum von morgen“. Grünen-Kultursprecherin für Wien, Marie Ringler, freute sich in einer Aussendung über den „wichtigen Schritt“ und hofft, dass die Initiative auf andere Institutionen ausgeweitet wird, „etwa auf die Kunsthalle Wien“.
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