Salzburger Nachrichten am 14. November 2002 - Bereich: LT
Neues Lexikon über bildende Kunst: "Kunstschauplatz Salzburg"

SALZBURG (SN, APA). Unter dem Titel "Kunstschauplatz Salzburg" wurde am Donnerstag ein Nachschlagewerk über Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie in Salzburg von 1945 bis heute präsentiert. Autor dieses umfassenden kommentierten Lexikons ist der Salzburger Kunstkritiker Anton Gugg (im SN/Strobl-Bild), erschienen ist dieser Band, in dem über 1000 Salzburger Künstler sowie 200 Bildbeispiele zu finden sind, im Verlag Anton Pustet.

Mehr als ein halbes Jahr hat Gugg an diesem Lexikon gearbeitet. "Natürlich kann nie ausgeschlossen werden, dass etwas übersehen worden ist, aber ich glaube, dass dieses Nachschlagewerk repräsentativ ist für die Kunstszene dieser Stadt", sagte Gugg bei der Präsentation. "Ich habe versucht, nicht qualitativ zu werten, sondern alle zu erwähnen, die Spuren hinterlassen haben in dieser Stadt."

Zudem ist "Kunstschauplatz Salzburg" nicht nur als Nachschlagewerk, sondern auch als Lesebuch gedacht. "In meinen Essays über die Kunstszene und Kommentaren zu den einzelnen Künstlern habe ich versucht, objektiv und subjektiv zugleich zu schreiben. Zudem bin ich bei den Recherchen auf viele unbekannte Künstler gestoßen, die genau so gut sind wie die bekannten und immer wieder ausgestellten Leute", erläuterte Gugg.

"Ich halte Salzburg für ein Zentrum der bildenden Kunst. Im Sog der Festspiele betreiben Künstler, Galeristen und Museen seit dem Krieg einen lebendigen Austausch, der quantitativ und qualitativ höher zu bewerten ist als in vielen gleich großen oder auch größeren Städten."

Finanziert wurde diese Produktion vom städtischen Kulturamt (25.000 Euro) und vom Verlag, vorerst sind 2000 Stück verlegt worden, die je 29 Euro kosten.

Am Freitag eröffnet die Galerie Weihergut in Salzburg/Nonntal eine Ausstellung, in der eine Reihe der im neuen Salzburger Kunstlexikon vertretenen Künstler zu sehen sein werden. Zwei weitere Ausstellungen zum Buch sind für Jänner 2003 geplant, und zwar im Museumspavillon der Stadt und in der Galerie Berchtoldvilla.