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| 11.07.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Galerie Leonhard: Fantast - Medienturm: Codiert | ||
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Seit 1978 lebt Anselm Glück als Bildender Künstler und
Literat in Wien. Seine Malereien und Zeichnungen erinnern entfernt an Jean
Dubuffet und die Art Brut. Unverwechselbar ist jedoch der stufenweise
Aufbau seiner Werke, der stets vorangegangene Arbeitsprozesse sichtbar
bleiben lässt. Aus dem Gewirr von Formen, Farben und Linien erwächst durch
partielle Weiß-Übermalung eine private Mythologie: figurative
Kopfelemente, die Freude, Glück und Sehnsucht ebenso vermitteln wie
Schmerz, Tristesse und Melancholie (Acryl auf Leinwand: 4250 bis 5000 €).
Peter Baum, ehemals Direktor des Linzer Kunstmuseums Lentos, hat das Werk
des gebürtigen Linzers (*1950) einmal mit einer Maskerade, einem
Welttheater verglichen. In Glücks kleinformatigen Zeichnungen (mit 350 €
deutlich unterbewertet) treffen mit festem Strich gezogene Konturen auf
mittels leichten Farbstiftschraffuren aufgelockerte Binnenflächen.
Bemerkenswert ist hier die Kombination von Bild und Schrift. Darin zeigt
sich die untrennbare Verbindung der sprachlichen und bildlichen
Ausdrucksmittel dieses Universalkünstlers, dessen Renommé bislang leider
nicht wesentlich über die Landesgrenzen hinausreicht. (Bis 16. 7.,
Leonhardstr. 3, 8010 Graz) Medienturm: CodiertDie Anlaufstelle für Medienkunst in Österreich schlechthin gibt sich unter dem Titel "Untimely Patterns: Muster/Strukturen/Brüche" eingangs nahezu glamourös. Andrés Ramírez Gavira aus Kolumbien hat hier gemeinsam mit den Wienern Erich Fahringer und Werner Zotter eine Installation aus 480 LED-Leuchten am Plafond angebracht: Computer-gesteuert und Sound-gekoppelt sendet sie ihre Signale in den abgedunkelten Galerieraum. Kandinskys Theoriewerk "Punkt und Linie zu Fläche" münzen Gavira und Fahringer in abstraktes Datengemenge auf DVD um, dessen Titel "- ./" auch erst einmal decodiert werden will. Allen Werken von Gregor Eldarb ist eines gemeinsam: Im
Mittelpunkt seiner Auseinandersetzungen steht immer die Struktur des
Raumes. In seinen Skulpturen zitiert er - das ist seit längerem in der
Gegenwartskunst ziemlich "in" - die Formensprache modernistischer
Architektur, verballhornt deren Funktionalismusanspruch jedoch durch die
Verwendung trashiger Materialien. Basierend auf architektonischen
Entwurfsplänen ergeben Wandzeichnungen sowie Arbeiten aus Acryl und Tusche
auf Leinwand die abstrakte zweidimensionale Ausformulierung seiner
raumgreifenden Objekte. (Bis 30.7., Josefigasse 1, 8020 Graz) Manisha
Jothady |
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