CHRISTA
DIETRICH
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•72/501-225
Bregenz (VN) Bella Angora ist ein Künstlername und wenn dieser
mit etwas Kuschelweichem assoziiert wird, ist das einer Frau, die
vor wenigen Jahren in ihrer Vorarlberger Heimat als Musikerin und
Objektkünstlerin
mit einem Programm namens "Soachtäscha" unterwegs war, egal.
Zweckentfremdet sollte das an sich grobe Schimpfwort die Menschen -
vor allem weibliche - daran erinnern, dass es allemal besser ist,
mit Kreativität anzuecken als sie erst gar nicht zuzulassen.
Was nach einem Trainingsprogramm zur Stärkung des
Selbstbewusstseins von Heranwachsenden klingt, empfiehlt Bella
Angora auch den älteren Semestern.
Die Künstlerin, die unter anderem einst in Wien Museumspädagogik
betrieb und als Heiltherapeutin arbeitete, erklärt nach wie vor
selbstverständlich eine Botschaft zu haben. Inzwischen mit
Video-Arbeiten so erfolgreich unterwegs, dass sie die Kopenhagener
Galerie Stalke gemeinsam mit ihrem Arbeitskollegen Christian
Falsnaes für eine Einzelshow anwarb, vertritt sie eine Kunst, zu der
jeder Zugang finden soll.
Schöne Bildbotschaften
Im Mittelpunkt des neuen Projektes "de placed" stehen neue Filme.
Sehr eindrücklich formuliert sie Deplatziertheit, lässt etwa eine
Frau in einem Blumenmeer schwimmen. "Man hat mehr Kondition als man
denkt", erklärt Bella Angora, lässt in den romantischen Bildern aber
auch durchscheinen, dass die "Konditionierung" oft von außen kommt
und daher umzulenken bzw. zu hinterfragen ist. Ästhetik ist ein
wichtiger Aspekt in ihren Arbeiten bzw. Bildbotschaften. Zuletzt war
sie mit solchen in Wien (Semper-Depot) präsent, nun ist sie immerhin
in jener Galerie, die den Dänen Olafur Eliasson gefördert hat. Und
der war bald
nach seinem darauffolgenden
Auftritt im Kunsthaus Bregenz ein Weltstar.