| Denkmalschutz pro und kontra | |
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Was erhält man und wie kann man mit alter Bausubstanz verantwortungsvoll umgehen? |
Marie Therese Harnoncourt von der jungen
Architektenformation "the next ENTERprise" verlangt eine umfassende
Diskussion zum Thema Denkmalschutz. Sie meint: "Es ist nicht nur
Jugenstilarchitektur unter Denkmalschutz zu stellen". Auch ein Bau wie der
Roland Rainers aus den 60er Jahren ist eine epochemachende Konstruktion,
von der junge Architekten viel lernen können. Gute und schlechte Architektur Andere Bauten, wie die Eingangshalle im Wiener Westbahnhof, stehen
ihrer Ansicht nach zu Unrecht unter Denkmalschutz und behindern Projekte,
wie die Überplattung, die Neukonstruktion und den Hochhausbau über dem
Westbahnhof. Für Harnoncourt hat Architekt Roland Rainer in der Bremer Stadthalle
viele Dinge ganz einfach auf den Punkt gebracht. In der Öffentlichkeit
wird die Diskussion um Veränderung von Architektur immer polemisch
geführt: verändern oder nicht? Erweitern, aber wie? Die wirkliche Frage wäre aber: Wie kann zum Beispiel die Bremer
Stadthalle verändert werden? Nicht durch eine Zerstörung der epochalen
Hängedachkonstruktion, sondern durch den sanften Zubau einer weiteren
Halle, das würde auch ganz neue Nutzungsmöglicheiten eröffnen, wie
Harnoncourt meint. Denn prinzipiell ist Roland Rainer ein Architekt, der
auf die Lebendigkeit seiner Bauten, vor allem der Wohnbauten immer Wert
gelegt hat. Wenn nun ein Architekt wie der bekennende Postmodernist Thomas Klumpf
eine solche Veränderung vornimmt, ist der Konflikt vorprogrammiert: Rein
ästhetisch gesehen muss er mit der Rainer-Architektur auf Kriegsfuß
stehen. Link: the next ENTERprise | ||