| "Signalkünstler" Georg Karl Pfahler gestorben | ||||
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Der Maler
Georg Karl
Pfahler, ein bedeutender Vertreter der Geometrischen Abstraktion und
der so genannten "Signalkunst", ist tot. Der 75-Jährige starb vergangenen
Samstag nach schwerer Krankheit in Weißenburg-Emetzheim in Mittelfranken.
Seine Frau bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der
"Stuttgarter Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). 1965 machte Pfahler Furore auf der "Signale"-Ausstellung in Basel, bei der er seine "Formative" ausstellte - so nannte er seine Arbeiten der frühen sechziger Jahre. Mit formativ meinte er einen "Schwebezustand, ein Hintasten zu Farbe und Form, zu Farbform". Die Farbe verstand er nicht als Kolorit, sondern als Motiv selbst, das Räumlichkeit entwickelt. "Farbe schafft Raum, Farbe ist Form und Raum", sagte er. Pfahler wurde am 8. Oktober 1926 in Emetzheim geboren. Er studierte bei Manfred Henninger an der Kunstakademie in Stuttgart. Prägend war für ihn die Begegnung mit dem Spätwerk von Willi Baumeister. Er war Mitbegründer der "Gruppe 11", die 1959 nach vier Jahren wieder auseinander brach. In den sechziger und siebziger Jahren hatte er seine große Zeit. Er war 1970 bei der Biennale in Venedig vertreten und wurde im In- und Ausland gezeigt. In den vergangenen Jahren lebte und arbeitete Pfahler in Franken und in Stuttgart. In Chemnitz wurde im vergangenen Jahr eine Ausstellung mit seinen jüngsten Großformaten gezeigt, derzeit läuft in Wuppertal der zweite Teil der Schau. Als bedeutender Vertreter der konkreten Farbmalerei ist er in vielen Kunstsammlungen vertreten, auch die Stuttgarter Staatsgalerie besitzt mehrere Arbeiten. | |||
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