Wien (APA) - "Viele positive
Wortmeldungen" hatte Kulturministerin Schmied am Montag nach dem Round
Table mit den Direktoren der Bundesmuseen zu verbuchen. "Dem entnehme
ich, dass sich alle sehr freuen, dass es erstmals gemeinsame Gespräche
gegeben hat", sagte sie nach dem Treffen. Die einzelnen Direktoren
hätten konkrete Fragestellungen vorgelegt bekommen, wobei es natürlich
auch um Geld gegangen sei.
Die Museen seien nun gefragt, erste Businesspläne auf Basis des bereits
genehmigten Budgets und der Basisabgeltung 2008 auszuarbeiten.
Planungssicherheit für längerfristige Projekte sei für diejenigen
Häuser, denen vergangene Woche eine Erhöhung der Basisabgeltung
zugesprochen wurde, jedenfalls gegeben - auch über 2009 hinaus. Für die
Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger,
war dies das erfreulichste Ergebnis der Sitzung. "Es wurde
klargestellt, dass die Häuser, die jetzt eine Erhöhung bekommen haben,
auch für die Zukunft damit rechnen können." Zusätzlich zu der Situation
der einzelnen Häuser seien aber auch Fragen der Vernetzung zwischen den
Bundesmuseen gestellt worden, als Einstieg in eine "offene
Zukunftsdiskussion", wie Schmied betonte. Überlegungen zu einer
Neuordnung der Bestände oder gar der Neugestaltung der
Museumslandschaft insgesamt dürften dabei jedenfalls angestellt werden.
"Man muss aber unterschieden zwischen Strategien und Maßnahmen", so
Schmied. "Wir führen einen offenen Diskurs über eine langfristige
Strategie, erst dann können konkrete Maßnahmen folgen." Dass das
Hick-Hack der vergangenen Wochen die Stimmung nicht getrübt habe,
bestätigte auch MAK-Direktor Peter Noever. Einigkeit habe vor allem
darin bestanden, dass das Budget insgesamt Änderungen benötige, da sei
aber "die ganze Regierung gefragt." In den kommenden Wochen und Monaten
werde es weitere Treffen geben, um bis Jahresende erste "Skizzen" zu
erarbeiten.
APA 14:35 10.09.2007
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