Er habe sich die Ausstellung selbst zum Geschenk gemacht,
sagt Manfred Lang. Wobei sich der Galerist glücklich schätzt, daß es ihm
gelungen ist, eine Gruppe wichtiger Bilder ohne das Dazutun des Künstlers
zusammenholen zu können. Sie betreffen Jürgen Messensees "Malerei 1978 bis
1987" und vermitteln eine kennzeichnende, weniger spröde oder sperrige
Phase, als sie den Fortlauf von der Entwicklung dieses Künstlers bestimmt
hat. Thema ist die Transformation von Frauenfiguren analog der Serie zu
"Las Meniñas nach Velazquez, aus der die 1983 entstandene "Infantin Maria
Theresia" gezeigt werden kann.
Zwei "Spaziergängerinnen" wirken wie in den Bildraum
geschleudert, als sich in ihm zugleich bewegende wie verfestigende
Körperfragmente. Auch bei anderen Beispielen dominiert ein
expressiv-dynamisches, die verwandelte Figur verwirbelndes Element aus
"zerstückelter Realität".
Jürgen Messensee hat sein 65. Lebensjahr
überschritten und er zählt längst zu den eigenwilligsten unter den
österreichischen Malern seiner Generation, vermittelnd zwischen
klassisch-modernen und sich autonom fortentwickelnden Ansätzen.
K.S.
Bis 16. 2., Di bis Sa 12 bis 18 Uhr. Wien 1.
Seilerstätte 16.
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