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23.01.2002 - Ausstellung
Spaziergänge im gemalten Bildraum
Die Galerie Lang widmet Jürgen Messensee eine fein zusammengestellte Schau.


Er habe sich die Ausstellung selbst zum Geschenk gemacht, sagt Manfred Lang. Wobei sich der Galerist glücklich schätzt, daß es ihm gelungen ist, eine Gruppe wichtiger Bilder ohne das Dazutun des Künstlers zusammenholen zu können. Sie betreffen Jürgen Messensees "Malerei 1978 bis 1987" und vermitteln eine kennzeichnende, weniger spröde oder sperrige Phase, als sie den Fortlauf von der Entwicklung dieses Künstlers bestimmt hat. Thema ist die Transformation von Frauenfiguren analog der Serie zu "Las Meniñas nach Velazquez, aus der die 1983 entstandene "Infantin Maria Theresia" gezeigt werden kann.

Zwei "Spaziergängerinnen" wirken wie in den Bildraum geschleudert, als sich in ihm zugleich bewegende wie verfestigende Körperfragmente. Auch bei anderen Beispielen dominiert ein expressiv-dynamisches, die verwandelte Figur verwirbelndes Element aus "zerstückelter Realität".

Jürgen Messensee hat sein 65. Lebensjahr überschritten und er zählt längst zu den eigenwilligsten unter den österreichischen Malern seiner Generation, vermittelnd zwischen klassisch-modernen und sich autonom fortentwickelnden Ansätzen. K.S.

Bis 16. 2., Di bis Sa 12 bis 18 Uhr. Wien 1. Seilerstätte 16.



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