| Kunst-Trophäen | |
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Der 1939 in Sacramento geborene Aktionskünstler hat in der Bawag-Foundation seine erste Ausstellung in Österreich. |
Der Amerikaner Richard Jackson, der seit den 70er Jahren intensiven
künstlerischen Kontakt mit Kollegen wie Richard Tuttle und Bruce Nauman
pflegt, hebt mit seinen witzigen Projekten Aspekte des
Entstehungsprozesses sowie des Verfalls von Kunstwerken hervor.
Die Farbmaschinen Der Künstler, der in den sechziger Jahren am State College in
Sacramento studierte, ist wie so viele Künstler seiner Generation vom
Action-Painting eines Jackson Pollocks beeinflusst. Malerei ist sein
ursächliches Medium, wobei ihn die Art der Anbringung von Farben mehr als
das vollendete Bild interessierte. Es ist der Malvorgang selbst der ihn
unabhängig vom Pinsel oder Drip-Can fasziniert. In den neunziger Jahren perfektionierte er diese Idee und begann eigene
farbsprühende Maschinen zu konstruieren. Autos, Flugzeuge und Tierfiguren
aus Glasfieber schleuderten, verschütteten und tropften Farbe auf ihre
jeweilige Umgebung. Die einzelnen Stadien dieser Arbeitsweise sind nun bis
30. Juni 2002 in der Bawag-Foundation zu sehen. Unfall
In den Räumen der Galerie sind nun unter dem Titel "Bank Job" vier
Installationen seiner Work in Progress zu sehen. "Accident in Abstract
Painting" bezieht sich auf eine Aktion wo Jackson ein 1:1 von ihm
nachgebautes Flugzeugs des Typs Cessna 150 mit Farbe füllte. Kurz nachdem
es abgehoben hatte stürzte es ab und besprühte die Landschaft mit einem
Farbschwall. Das Modell des Flugzeugs sowie die daraus entstehende
Werkstattsituation sind in der Bawag Foundation ausgestellt. Auf der Jagd
In der zweiten Installation "Three Bears" sind drei lebensgroße graue
Plastikbären zu sehen von denen einer hoch aufgerichtet, der zweite per
Kopfstand, auf einem Sockel in den Galerieraum ragt. Von der Decke baumelt
der dritte Bär. Alle drei scheinen sich angeregt miteinander zu
unterhalten. Die zwei stehenden Figuren sind mit weißen Farbpatzen
bekleckert. Die dritte Installation "Bed Room" zeigt den engen Raum eines karg
ausgeleuchteten Schlafzimmers wo die Bettdecke über und über mit orange
roter Farbe beschmiert ist. In der vierten und letzten Installation dem
"Trophy Room" hängen Hirschgeweihe und Krickerln an den Wänden. Auf einem
kleinen Tischchen sind Farbpatronen aufgestellt, die mittels Gewehr an die
Wand geschossen werden sollen. "Thropy Room" ist eine Anspielung auf die
Tätigkeit von Kunstsammlern, die nach Ansicht Jackson ähnlich wie Jäger
ihre Trophäen - die Kunstwerke - an die Wand hängen.
Tipps "Bank Job", Richard Jackson in der Bawag-Foundation,
8. Mai bis 30. Juni 2002, Tuchlauben 7a, Wien 1. Die Galerie Senn
zeigt vom 16. Mai bis zum 29. Juni 2002 in der Ausstellung "Paint Bear"
weitere Werke von Richard Jackson | ||||||||||