| Schwarz-weiße Kulturgeschichte | |
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Eine Ausstellung in der Salzburger Galerie Ropac zeigt eine Serie
Fotografien aus den 60er Jahren von Dennis Hopper.
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Die Fotografien von Dennis Hopper sind
Nahaufnahmen aus einer Welt, die die Kulturgeschichte des 20.Jahrhunderts
nachhaltig geprägt hat. Als Filmfanatiker und Fotograf verkehrte Hopper
seit den späten 50er Jahren in der Kunstszene von New York und Los
Angeles. So kam es, dass er mit Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Jasper
Johns oder Ed Ruscha befreundet war. Aus solchen persönlichen Bindungen ergibt sich auch das Besondere
seiner Fotografien. Es sind keine beiläufigen Schnappschüsse, die
lediglich dadurch Aufmerksamkeit erregen, dass eben ein paar Berühmtheiten
darauf zu sehen sind.
Aufnahmen an, wie wichtig der Faktor Zeit bei der Entstehung der Bilder war. Die persönliche Nähe ermöglichte es Hopper, intime Szenen fotografisch einzufangen. Zum Beispiel einen sinnierenden Paul Newman, der nachdenklich irgendwo im Gras sitzt, während sein nackter Oberkörper vom Schatten eines Maschendrahtzaunes überdeckt ist. Späte Wiederentdeckung Viele der Bilder sieht er jetzt selbst zum ersten Mal, erklärt er. Das
mag vielleicht verwundern. Doch wie vieles im Leben des Dennis Hopper, der
Jahre brauchte, um sich nach seinem ersten Ruhm in den 70er Jahren von
Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu befreien, ist auch seine Geschichte als
Fotokünstler von tragischen Nebenerscheinungen begleitet.
Dass jetzt Abzüge der alten Negativstreifen angefertigt wurden, freut
Hopper selbst außerordentlich. Wie er sagt, liebt er diese Bilder, weil
sämtliche seiner Freunde aus den 60er Jahren sehr menschlich und weniger
wie Ikonen wirken würden. Feeling der Sixties
Kult(ur)film "Easy Rider" "Easy Rider" wurde längst - ähnlich wie die Dokumentation des
Woodstock-Festivals - zu einem der bedeutendsten kulturhistorischen
Dokumente der späten 60er Jahre. Entstanden allerdings ist der Streifen
aus einer Serie von Zufällen, erinnert sich Dennis Hopper. Der ganze Film
sei zu 80 Prozent improvisert worden.
Realität als Maßstab
Die Suche nach einer Realität, nach Bildern für das Leben in Amerika
bestimmte Dennis Hoppers künstlerische Arbeit der letzten Jahre. Er will,
so sagt er, die Dinge so real wie möglich zeigen. Er fotografierte unter
anderem Graffities und Wände. Die Bilder, die so entstanden sind, nennt er
"abstract realtity". Digitale Unabhängigkeitserklärung
In diesem Zusammenhang spricht Hopper von einer kunstlosen Welt, von
einer Welt, die nichts von Kunst wissen wolle. Und obwohl das Geld dafür
vorhanden wäre, würden in Hollywood auch kaum Sammlungen entstehen, so der
illusionslose Befund Dennis Hoppers. | ||||||||||||||