Ich werte Sinn gegen Unsinn. Den Unsinn
bevorzuge ich, aber das ist eine rein persönliche Angelegenheit. Mir tut
der Unsinn Leid, dass er bislang so selten künstlerisch geformt wurde,
deshalb liebe ich Unsinn.
Kunst ist ein Urbegriff, erhaben wie die Gottheit, unerklärlich wie das
Leben, undefinierbar und zwecklos. Ich weiß nur, wie ich es mache, ich
kenne nur mein Material , von dem ich nehme, ich weiß nicht zu welchem
Zwecke. Das Material ist so unwesentlich wie ich selbst.
Die Beschäftigung mit verschiedenen Kunstarten war mir ein
künstlerisches Bedürfnis, der Grund dafür war nicht etwa Trieb nach
Erweiterung des Gebietes meiner Tätigkeit, sondern das Streben, nicht
Spezialist einer Kunstart, sondern Künstler zu sein. Im übrigen wissen
wir, dass wir den Begriff Kunst erst los werden müssen, um zur Kunst zu
gelangen. Alles was ein Künstler spuckt, ist Kunst.
Die Kunst soll nur mit ihren eigenen Mitteln die schöpferischen Kräfte
im Menschen wachrufen, ihr Ziel ist der reife Mensch, nicht der
Proletarier oder der Bürger.
Kunst ist ein sonderbares Ding, sie braucht den Künstler ganz.
Motto: Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist
fortwährende Selbstkritik , nicht zu verwechseln mit
Kunstkritik.