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Mit der Kamera im Kittel

Auch das Volkskunstmuseum feiert das Jahr der Berge: Mit einer Ausstellung der Fotografien von Erika Hubatschek.

INNSBRUCK. Als gelernte Geografin war Erika Hubatschek 38 Jahre lang als Lehrerin in Innsbruck tätig. Fast jede Minute ihrer Freizeit verbrachte sie aber auf Tiroler, Salzburger oder Kärntner Bergbauernhöfen - immer mit der Kamera in der Kitteltasche. Denn um die Menschen und ihr Leben wirklich kennen zu lernen, hat Hubatschek immer mitgearbeitet, mitgegessen, mitgefeiert.

Ins Tal mitgebracht hat sie von diesen Aufenthalten Tausende von Schwarzweiß-Bildern. 133 von ihnen, die zwischen 1939 und 1960 entstanden sind, sind nun im Volkskunstmuseum zu sehen, ergänzt durch bäuerliche Geräte, die auf den Bildern noch im Gebrauch stehen, nun aber längst museal geworden sind.
Erika Hubatscheks Bilder sind die einer Volkskundlerin, die schlicht und einfach gute Bilder machen kann. Sie entführen in eine Welt von gestern, machen bekannt mit einer sterbenden oder längst gestorbenen Kultur. Zum Bild reduziert, beschleicht den Betrachter Bedauern über diesen Verlust, bevor er sich bewusst wird, dass das, was hier als Idylle erscheint, in Wirklichkeit Ausdruck eines sehr harten und entbehrungsreichen Lebens ist.
2002-07-03 17:04:44