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Erzähler der eigenen Welt

Markus Vallazzas Werk umfasst mehrere tausend Zeichnungen. Eine exquisite Auswahl daraus zeigt ab heute die RLB-Kunstbrücke.

INNSBRUCK. Die Schau gibt einen gültigen Eindruck von Vallazzas grafischem und malerischem Schaffen zwischen 1970 und heute. Der 67-jährige Grödner ist ein großartiger Geschichtenerzähler, der ein Zeichner bleibt, auch wenn er malt. Von Dante, dem Wolkensteiner, Friedrich Nietzsche oder Arthur Rimbaud Geschriebenes ist allerdings nur der Anlass für Vallazzas technisch raffinierte Bildgeschichten, die ganz private, oft mit viel Selbstironie gespickte, in die Jetztzeit transformierte Parallelaktionen zu den ihn anregenden Literaturen darstellen.

"Ich erzähle immer meine eigene Welt", so Vallazza, der in einem gewaltigen "Akt der Selbstfindung" sich zehn Jahre allein fast einem Tagebuch gleich mit Dantes "Göttlicher Komödie" auseinander gesetzt hat.
Der Mensch ist das Thema Vallazzas, wobei der Mann für das Destruktive und Geniale zuständig ist, während die Frau die Welt im Gleichgewicht hält. In seinem nächsten Zyklus will Vallazza in die Figur von Don Quichote, den legendären Ritter der traurigen Gestalt, schlüpfen.
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RLB-Kunstbrücke, Adamgasse 1-7, Innsbruck; bis 12. August, Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr.
2003-06-23 19:25:48