Hier clicken!
   Wiener Zeitung Homepage Amtsblatt Homepage LinkMap Homepage Wahlen-Portal der Wiener Zeitung Sport-Portal der Wiener Zeitung Spiele-Portal der Wiener Zeitung Dossier-Portal der Wiener Zeitung Abo-Portal der Wiener Zeitung Suche Mail senden AGB, Kontakt und Impressum Benutzer-Hilfe
 Politik  Kultur  Wirtschaft  Computer  Wissen  extra  Panorama  Wien  Meinung  English  MyAbo 
  Oper     Konzert     Musik     Theater     Film     Kunst    Literatur     Medien     Veranstaltungen  

Rektor Schmidt-Wulffen vor Entmachtung

Meuterei an der Akademie

Könnte durch seinen Senat abgewählt werden: Stephan Schmidt-Wulffen. APA/Gerhard Koller

Könnte durch seinen Senat abgewählt werden: Stephan Schmidt-Wulffen. APA/Gerhard Koller

In der Akademie der Bildenden Künste Wien spitzt sich offenbar ein Konflikt zu: Wie Rektor Stephan Schmidt-Wulffen am Donnerstag zugetragen wurde, habe der Universitätssenat mit Zwei-Drittel-Mehrheit seine Abwahl beantragt.

Das 23-köpfige Gremium war nach der Sitzung, in der der Abwahlantrag offenbar gestellt wurde, zu keiner Auskunft bereit. Senatsvorsitzender August Sarnitz verbat sich in einer Aussendung lediglich, "interne Angelegenheiten in die Öffentlichkeit zu tragen".

Rektor Schmidt-Wulffen erklärte, dem Antrag "gelassen" gegenüberzustehen. Die Behandlung der Causa im Uni-Rat erhofft er sobald wie möglich. Falls er im Amt bestätigt werde, fände er es eine "opportune Entscheidung" derjenigen Institutsvorstände, die sich "dieser Kampagne angeschlossen" und im Senat gegen ihn gestimmt hätten, ihre Leitungsfunktion zurückzulegen. Man könne "kaum im Herbst zur allfälligen Institutsleiterkonferenz antreten und so tun, als sei nichts passiert", meinte er zur APA. Es sei klar, dass die in einem Entwicklungsplan beschlossenen Reformen "alteingesessene, mit Privilegien reichlich bedachte Professoren" in die Opposition zwängen.

Die Fronten zwischen Senat und dem gebürtigen Deutschen hatten sich in den letzten Tagen verhärtet: In einer Punktation, die am Mittwoch publik wurde, nennt das Gremium "eine Reihe von sachlich fundierten Gründen, die den Vertrauensverlust in den Rektor der Akademie rechtfertigen". Der "Vertrauensverlust" würde eine Grundlage zur Entmachtung bilden (siehe Kasten) – die erste seit Inkrafttreten des Universitäts-gesetzes 2002.

In der Punktation wird auf den von den Professoren überwiegend abgelehnten Entwicklungsplan mit der Streichung des Lehramts-Studiums "Textiles Gestalten" hingewiesen, auf einen "Krisenaktionismus aufgrund einer vom Rektor selbst herbeigeführten Finanzkrise" und die Zukunftsüberlegungen zur Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett, das in die Albertina wandern soll. "Die Sammlungen haben über Jahrhunderte ihren wichtigen Beitrag zur Corporate Identity der Akademie geleistet, sie sind ein enormer Wettbewerbsvorteil und machen die Unverwechselbarkeit der Akademie weltweit aus", soll es im Senats-Papier heißen. irr

Freitag, 24. Juni 2005

Aktuelle Berichte:

Ein Kunstkrieg gegen das Kapital?
BAWAG Foundation: Jeremy Deller
Eisesser machen sich mitschuldig
Quer durch Galerien
Kunstsinnig
Tagesspiegel
Meuterei an der Akademie
Rektor Schmidt-Wulffen vor Entmachtung
Vorsitzender verlässt Kuratorium des KHM
Rückzug laut Seipel "lang gehegter Plan"
Utopien mit Fabriks-Charakter
MAK Ausstellungshalle: Atelier Van Lieshout
Prozess um Aktionskünstler
Destruktive Kunst als Kreativpotenzial
Generali Foundation: Arbeiten von Gustav Metzger
Vom UFO zum Rosengärtchen
Biennale Venedig, Arsenale: "Immer ein Stück weiter"

Wiener Zeitung - 1040 Wien · Wiedner Gürtel 10 · Tel. 01/206 99 0 · Impressum