Was da so alles aus dem Gerüchte-Köcher gezogen wird, wenn in Wien zum Halali auf einen weiteren begehrten Direktionsposten geblasen wird. Bei der Suche nach einer Nachfolge für Edelbert Köb an der Spitze des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) sind im Kulturministerium 33 Bewerbungen – auch zahlreiche internationale – eingegangen, 14 davon von Frauen.
Klar, da feiern die Spekulationen fröhliche Urständ’. Sind ja schließlich nicht so viele Damen, auf die das Anforderungsprofil passt. Eine „teamorientierte Persönlichkeit“ war gesucht worden. Mit „nachweisbarer Erfahrung“, die bereits erfolgreich eine „vergleichbare Kulturinstitution“ geleitet hat. Flugs funkelt da im Kometenschweif illustrer Namen auch jener der Linzer Lentos-Direktorin Stella Rollig. „Interessant!“, äußerte sich Rollig auf die diesbezügliche OÖN-Anfrage. Sie habe sich um diesen Posten nämlich gar nicht beworben.
Auf die Frage, warum sie dann als wesentliche Figur im Kunstdamen-Poker genannt wird, sagte die Lentos-Chefin: „Das ist wieder das übliche Spiel. Da werden jetzt alle möglichen Persönlichkeiten durchgedacht. Für mich ist es ehrenvoll, auch nicht überraschend, da ich eines der paar wichtigen zeitgenössischen Museen in Österreich leite.“ Kein Wunder, dass sie als interessante Kandidatin ins Spiel gekommen ist.
Start ist 2010
Aber: Rollig hat sich nicht beworben, ihr Lentos-Vertrag läuft bis 2014, sie freut sich auf die Erweiterung ihrer Position in Linz, die sie auch zur Nordico-Direktorin machen wird.
Aber: Bewerbungen sind in unserer Museumslandschaft nicht immer nötig. Schließlich hatte sich auch die Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, Sabine Haag, nicht um den Posten beworben, sondern war von Kulturministerin Schmied direkt angesprochen worden.
Wie dem auch sei: 2010 wird MUMOKs Neue(r) ihr/sein Amt antreten.
24. November, Bergschlößl Linz
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