An die räumliche Grundstruktur eines griechischen Tempels erinnere ihn das Foyer im Landesbildungszentrum Zell an der Pram, sagt Christoph Luckeneder und meint: „Dem Foyer fehlt nur die Cella, das eigentliche geistige Zentrum, in dem die Stille, das Loslassen ermöglicht wird.“ Diese „Cella“ zu gestalten, hat sich der Künstler zur Aufgabe gestellt. Das Ergebnis präsentiert er in der Ausstellung, die am Freitag, 5. März, um 19.30 Uhr von Anneliese Geyer (Landeskulturdirektion) eröffnet wird.
Totale Hingabe an den Raum
Für Christoph Luckeneder sollte dem Besucher die völlige Hingabe an den Raum ermöglicht werden. Eine „Cella in Zell“ zu definieren, „mit völliger Hingabe des Raumes an seine Bestimmung, bar jeglicher Dekoration, nur aus Licht und Farbe bestehend, habe ich mir zur Aufgabe gemacht“, sagt Luckeneder. Die Besucher seiner „Cella“ sollten ähnlich gebannt sein vom farbigen Licht wie seinerzeit in der Gotik die Gläubigen von der Bilderwelt an den Fenstern von Kirchen.
Es sind der Geist, die Harmonie und das Licht des Raumes, die den Rainbacher ganz offenbar faszinieren. „Wenn ich eine Kirche betrete, betrete ich nicht ein Gotteshaus, sondern einen sakralen Raum“, sagt er. Hier habe der Geist seine Heimstätte, banale Alltagsdinge fänden hier keinen Platz. „Ein sakraler Raum hat für mich immer etwas Beruhigendes, Feierliches und Respekt Gebietendes“, sagt Luckeneder und ergänzt: „Mein Respekt gilt in erster Linie denen, die diesen Raum geschaffen haben.“
Die Phasen der Entstehung des Raumes, der „Cella“, die bis 5. April im Foyer des Landesbildungszentrums zu sehen sein wird, werden in Form einer digitalen Diashow bei der Eröffnung gezeigt. Christoph Luckeneder will mit seiner Installation dem Besucher auch Ruhe vermitteln: „Ich bin irgendwie besessen und in besonderer Weise elektrisiert von dieser Vorstellung, Menschen zum Stillhalten zu ,bekehren’, ihnen ein Fenster in einen Kosmos zu öffnen, der ihnen Staunen und Respekt einflößen soll.“
Die Ausstellung ist bis 5. April täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.