Er ist der Stargast des Festivals Ars Electronica: Asimo, der humanoide Roboter der Firma Honda.
Spannung bei der Erstpräsentation vor Pressevertretern gestern im Ars Electronica Center (AEC) in Linz: Zwar ist für diesen Gast kein roter Teppich ausgelegt, aber immerhin ein klinisch weißer Boden. Die Musik schwillt an – so wie es sich eben für einen Star gehört. Asimo schnurrt leise heraus, verbeugt sich artig, immer in leichter Kniebeuge. Ihm zur Seite seine Freundin die mit ihm spricht – beziehungsweise Text von einem Zettel abliest. Asimo zeigt, was er so drauf hat – oder was ihm eben seine Konstrukteure einprogrammiert haben. Er tanzt, das wirkt ein bisschen wie der Vogerltanz. Er versucht sich recht passabel in Breakdance-Manier. Er wagt sogar ein Kickerl, konzentriert sich kurz, trifft den Ball punktgenau. Applaus! Zu Hula-Klängen zeigt er uns den Trick mit dem Hüftknick, wiegt sogar die etwas steifen Hüften.
Asimo spricht zu uns, erzählt die Geschichte seiner Entwicklung. Dann dürfen Besucher mit ihm in Interaktion treten. Gemeinsam mit dem AEC-Futurelab wurde die „Deep Symphony“ entwickelt. Asimo zeigt, wie es geht, die Menschen spielen brav mit. Wer einen der farbigen Sterne, die sich am Boden bewegen, betritt, bringt diesen Stern zum Schweben und Platzen.
Unwillkürlich lächelt man Asimo zu, der einen aus seinen Kameraaugen hinter dem dunklen Helm anzulächeln scheint. Am Ende schnurrt Asimo wieder in sein Gehäuse zurück, verzögert kurz, legt den Kopf schief und winkt zurück.
Info: Asimo im Ars Electronica Center vom 2. bis 8. September, ab 10 Uhr, Anmeldung unbedingt erforderlich: www.aec.at/asimo oder E-Mail an asimo@aec.at; Platzkarten ab morgen im AEC (Eintritt frei mit Museums- oder Festivalticket).Tipp: OÖNachrichten-Tag der offenen Tür beim Festival Ars Electronica in der Linzer Tabakfabrik am Samstag, 4. September (Eintritt frei)