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"Österreichischer Skulpturenpark" eröffnet am Samstag bei Graz

45 Großplastiken und -skulpturen österreichischer und internationaler Künstler im ehemaligen Gartenschau-Gelände.

Graz (APA) - Ein riesiger Garten der Kunst wird am kommenden Samstag (28. Juni) in Unterpremstätten bei Graz mit dem "Österreichischen Skulpturenpark" eröffnet. Am Gelände der Internationalen Gartenschau 2000 findet sich ausreichend Platz, um 45 Großplastiken und -skulpturen von österreichischen und internationalen Künstlern auf Dauer zu präsentieren. Zu den Werken zählen Arbeiten von u.a. Joannis Avramidis, Tom Carr, Hans Kupelwieser und Michael Schuster bis hin zu den "Documenta"-Teilnehmern Lois Weinberger und Heimo Zobernig.

Die historischen Wurzeln des südlich von Graz gelegenen Ausstellungsgeländes liegen in dem 1981 von damaligen Intendanten Emil Breisach gegründeten Skulpturenpark am Gelände des ORF-Landesstudio Steiermark. Im Laufe der Jahre schlief diese Initiative wieder ein. Von Breisach stammt nun auch die Idee, die Sammlung von Leihgaben u.a. aus der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, der Österreichischen Stiftung Ludwig und der Artothek des Bundes auf ein größeres Gelände zu transferieren und auszuweiten.

"Ich bin sehr glücklich, dass mein ursprünglicher Gedanke, einen gesamtösterreichischen Skulpturenpark zu schaffen, nun doch eine Fortsetzung findet", so Breisach im Gespräch mit der APA. Er macht sich nun dafür stark, dass "Werke aller wesentlichen Bildhauer Österreichs in der Sammlung vertreten und mit Werken internationaler Künstler konfrontiert werden". Als nächstes soll daher eine Arbeit des heurigen österreichischen Biennale-Vertreters, Bruno Gironcoli, im Park aufgestellt werden. Auf der Wunschliste Breisachs steht auch ein Werk des Malers und Bildhauers Herbert Brandl.

"Das breite Spektrum zeitgenössischer Skulpturen sollte durch ihre Positionierungen in der künstlerischen Gartenlandschaft eine Aussage sowohl über die Natur wie die Kunst, über die Landschaft wie die Skulpturen treffen", so Peter Weibel, einer der Beirate des Österreichischer Skulpturenpark Privatstiftung. Weitere Beiräte sind Dirk Snauwaert vom Institut d'Art Contemporain, Lyon und Jiri Sevcik von der Prager Akademie Vytvarnych Umeni.

Um die Inhalte des Österreichischen Skulpturenparks finanziell zu unterstützen wurde der Verein der Freunde der Österreichischen Skulpturenpark Privatstiftung gegründet. Den Vorsitz hat Nikolaus Breisach, Geschäftsführer des Grazer Congress und Sohn des Skulpturenpark-Initiators inne. Das Areal wird von der Schwarzl Freizeitzentrum Betriebs-GmbH & Co (eine 100-prozentige Tochter der Porr AG) zur Verfügung gestellt. Sie gehört neben dem Land Steiermark, der Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie und dem Verein der Freundes des Österreichischen Skulpturenpark zu den Stiftungsmitgliedern.
2003-06-23 13:45:20