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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
26. Oktober 2007
17:52 MESZ
Galeristin Ileana Sonnabend tot
Die US-Galeristin Sonnabend ist am vergangenen Sonntag 92-jährig gestorben - Mit ihrer legendären galerie bot sie Künstlern wie Warhol, Rauschenberg und Baselitz ein Forum

New York - Die legendäre New Yorker Galeristin Ileana Sonnabend, die großen Künstlern wie Andy Warhol, Georg Baselitz und Robert Rauschenberg ein Forum bot, ist tot. Sie starb bereits am Sonntag nach längerer Krankheit mit 92 Jahren im Schlaf in ihrer Wohnung in New York, sagte ihre Tochter der "New York Times". Sonnabend, in erster Ehe mit dem Galeristen Leo Castelli verheiratet, gehörte seit den 60er Jahren zu den treibenden Kräfte der Kunstszene.

Sie machte wichtige moderne US-Maler in Europa bekannt und förderte mit viel Mut und der "richtigen Nase" für das Ungewöhnliche neue, vielversprechende Talente. In ihrer Sonnabend-Galerie in New York und der Galerie Ileana Sonnabend in Paris zeigte sie 40 Jahre lang eine ungewöhnliche Bandbreite moderner Kunst - von der Pop Art über die amerikanischen Minimalisten bis zum Neo-Expressionismus und darüber hinaus. Immer wieder sorgten ihre Ausstellungen für Aufsehen, etwa Jeff Koons' Schau "Made in Heaven" (Im Himmel gemacht), die Bilder und Skulpturen von Sexszenen mit ihm und seiner Frau zeigten.

Die als Tochter eines jüdischen Industriellen in Bukarest geborene Ileana hatte den ebenfalls aus Europa stammenden Castelli schon mit 18 Jahren geheiratet. Statt Verlobungsring wünschte sie sich einen Matisse. Als der Krieg ausbrach, floh das Paar mit seiner Tochter Nina nach New York. Trotz der Scheidung 1959 und einer zweiten Ehe mit dem Kunstliebhaber Michael Sonnabend blieb sie Castelli bis zu dessen Tod 1998 eng verbunden. (APA/dpa)


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