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Wieder Kunstdiebstahl in der Schweiz

18.04.2008 | 12:34 |  (APA)

Im Zusammenhang mit der großen Ausstellung des Schweizer Malers Ferdinand Hodler (1853-1918) im Kunstmuseum Bern ist am Freitag ein weiterer Kunstdiebstahl bekanntgeworden. Ein für diese Ausstellung bestimmtes Hodler-Bild sei einer Sammlerin entwendet worden, sagte Museumsleiter Matthias Frehner am Freitag im Schweizer Radio.

Die Diebe hatten sich als Mitarbeiter einer Transportfirma ausgegeben, die die Leihgabe aus Zürich angeblich nach Bern bringen wollten. Dort kam das Bild jedoch nie an. "Es ist nicht aus dem Museum verschwunden", betonte Frehner.

Der Museumsleiter sprach von einer Tragödie. Das Museum habe nach den jüngsten Kunstrauben in Zürich das Sicherheitsdispositiv massiv verschärft, damit die Hodler-Ausstellung nicht gefährdet sei. Bei dem gestohlenen Bild soll es sich um das Werk "Landschaft im Tessin" handeln. Die Ausstellung "Eine symbolistische Vision" mit rund 150 Werken Hodlers war vor einer Woche eröffnet worden. Sie dauert bis zum 10. August.

Am 10. Februar war es in der Sammlung Bührle in Zürich zu einem spektakulären Millionen-Bilderraub gekommen. Unbekannte hatten vier Bilder entwendet. Wenig später wurde zwei davon in einem Auto entdeckt. Dabei handelte es sich um die Werke "Mohnfeld bei Vétheuil" von Claude Monet und "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh. Beide sind rund 43 Millionen Euro wert. Verschwunden sind noch Paul Cézannes "Der Knabe mit der roten Weste" und "Ludovic Lepic und seine Töchter" von Edgar Degas. Davor waren in Pfäffikon im Nachbarkanton Schwyz zwei Picassos aus einer Ausstellung in einem Kulturzentrum gestohlen worden, Leihgaben des Sprengel-Museums Hannover.

(APA)


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