Rekordpreis für rückerstattetes Bild
Ein Gemälde des österreichischen Expressionisten Egon Schiele
(1890-1918) ist am heutigen Montag in London für über 18 Millionen Euro
versteigert worden.
"Das ist ein Rekordpreis für Schiele", sagte eine Sprecherin
des Auktionshauses Sotheby's. Der Schätzpreis sei fast um das Doppelte
übertroffen worden. Zu dem anonymen Käufer konnte die Sprecherin nichts
sagen. Die "Krumauer Landschaft (Stadt und Fluss)" von 1916 zeigt den
Geburtsort von Schieles Mutter, die kleine Stadt Krumau am Ufer der Moldau
in Böhmen. "Es ist das teuerste zurückerstattete Bild, das je verkauft
worden ist", sagte die Sprecherin. Das Gemälde befand sich ursprünglich im
Besitz des Wiener Textil-Industriellen Wilhelm Hellmann und seiner Frau
Daisy. Das Ehepaar hatte es direkt von seinem Freund Schiele gekauft. 1938
wurde das Werk von den Nazis beschlagnahmt und vier Jahre später an
Wolfgang Gurlitt verkauft, der es 1953 wiederum an die Neue Galerie in
Linz verkaufte. Dort war das Bild ausgestellt, bis es in diesem Jahr den
Erben der Hellmanns zurückerstattet wurde. (APA / WZ Online)
Erschienen am: 24.06.2003
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