Vom Fuchs zum Comics-Imperium

"Fix und Foxi" waren nicht die einzige Erfindung Rolf Kaukas. Er zeichnete u.a. auch Lupo und Lupinchen und den Bussi Bär.


Der 1917 in Markranstädt bei Leipzig geborene Kauka erkannte früh die Erfolgschancen für Comics. Als in den frühen 50er Jahren die ersten Comics aus den USA auf dem deutschen Markt erschienen, begann er seine eigenen Comics-Charaktere zu entwickeln.

1952 entwarf er die Heftreihe "Eulenspiegel", in der in Band 6 erstmals die beiden schlauen Füchse "Fix und Foxi" auftauchten. Ihre Beliebtheit wurde zur Grundlage das Kauka-Imperiums.


Nicht nur seinen eigenen Schöpfungen verhalf Kauka auf dem deutschen Markt zum Erfolg. Auf den Seiten der Kauka-Publikationen erschienen auch die Abenteuer von "Asterix und Obelix" und anderen bekannten Comics-Figuren wie "Lucky Luke" oder "Gaston".

Mit "Fix und Foxi" erreichte Kauka allein in Deutschland eine wöchentliche Auflage von bis zu 400.000 Exemplaren. Die Geschichten von Fix, dem pfiffigen Draufgänger mit Haartolle, der seinen Bruder Foxi zu Höchstleistungen antreiben muss, gehörten zur beliebtesten Lektüre vieler Kinder. Lupo und Lupinchen, Oma Eusebia, Onkel Fax und Professor Knox waren die weiteren Figuren der legendären Comics-Reihe.

Fix und Foxis Filmkarriere

Anfang der 70er Jahre produzierte Kauka Kurzfilme mit "Fix und Foxi" und längere Zeichentrickfilme. 1973 verkaufte er seinen Verlag, behielt aber das Mitspracherecht an seinen Figuren. Zwei Jahre später gründete er die Kauka Comics Akademie, eine Schule für Comics-Autoren.

In der Folgezeit wurde es stiller um Kauka, er zog sich mit seiner aus Ravensburg stammenden Frau Alexandra auf seine Plantage in Georgia zurück. Von dort steuerte er jedoch weiterhin die Vermarktung von "Fix und Foxi".

Dutzende von Merchandising-Artikeln wie Plüschfiguren oder Ballons wurden produziert. Zuletzt entstanden in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma RTV auch Zeichentrickfolgen.

Keine Hefte mehr

Die Produktion der Hefte wurde schließlich 1994 eingestellt. Die Wiederbelebung von Fix und Foxi im Frühjahr 2000 war nur von kurzer Dauer - die Nachfrage erwies sich als zu schwach.

Von 1952 bis 1995 verkaufte der "deutsche Walt Disney" über 750 Millionen Hefte der Serie. Neben den Füchsen erfand der Zeichner auch den "Bussi Bär", der in dem Vorschul-Magazin "Rolf Kaukas Bussi Bär" alleine in Deutschland eine Auflage von monatlich 300.000 hat und noch in zehn weiteren Sprachen erscheint.

Für Fix- und Foxi-Fans bleibt nur noch das Internet. Im "Fix und Foxi Club" haben sich die ganz treuen Anhänger zur virtuellen Fan-Plattform im Internet formiert.

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