Denn während amorphe Formen ihre früheren Arbeiten bestimmten, kann der gestische Farbauftrag, der die runden Bildträger umkreist, nun wieder nachvollzogen werden.
Der Betrachter folgt einer sich endlos fortsetzenden Linie, die sich schließlich zu einer zentrierten Form- und Farbkomposition verdichtet.
Dass die Künstlerin damit bewusst auf große Vorbilder wie Frank Stella, Mary Heilman oder Sue Williams referiert, ist unübersehbar; dass die Mittel und Wege der analytischen Malerei noch nicht ausgeschöpft sind, zeigt sich nicht ganz so klar. (cb/ DER STANDARD, Printausgabe, 19.10.2006)