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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
28.08.2002
12:29 MEZ
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Verband österreichischer Galerien moderner Kunst

 
Galerien fühlen sich diskriminiert
Bisher sind sie bei Ankäufen aus öffentlicher Hand ausgeschlossen - Der Verband der österreichischen Galerien fordert die Aufhebung des Passus

Wien - Der Verband österreichischer Galerien moderner Kunst fordert die Aufhebung von Bestimmungen, die Galerien bei Ankäufen der öffentlichen Hand explizit ausschließen. Öffentliche Ankäufe dürfen derzeit nur direkt bei KünstlerInnen getätigt werden, kritisiert der Generalsekretär des Verbands, Peter Bogner. Er fordert, in den Richtlinien der einzelnen Kunstinstitutionen einen fixen Prozentsatz der Museumsbudgets für Ankäufe aktueller Kunst aus Galerien festzulegen. Auch in Jurien und Gremien müssten GaleristInnen vertreten sein.

Leistung der Galerien wird nicht geschätzt

Keine andere Institution der Kunstwelt sei so nah an der Produktion von Kunst wie eine Galerie, heißt es in einer Aussendung des Verbands. Die österreichischen Galerien leisteten für die Etablierung und Betreuung der KünstlerInnen große Arbeit, dieser Einsatz und die Arbeit der Galerien werde nicht in ausreichendem Ausmaß geschätzt.

Kleinere Ankaufsbudgets der Museen werden befürchtet

Generell wird befürchtet, dass es durch die Neustrukturierung bzw. Vollrechtsfähigkeit der Museen zu einer Verringerung ihrer Ankaufsbudgets kommt. Zeitgenössische Kunst benötige für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und Resonanz aber die Aufnahme und Ausstellung in etablierten Institutionen. Das Sammeln und Archivieren österreichischer Gegenwartskunst müsse daher weiterhin die Aufgabe der öffentlichen Stellen und ihrer Museen bleiben.

Konkurrenzsituation zu den Museen

Es dürfe nicht zu einer kompletten Neuausrichtung der Programmpolitik einzelner Häuser auf Event-Ausstellungen und Vermarktung kommen. Insbesondere die neu angebotenen Serviceleistungen (Kunstleasing und Sammlungsbetreuung) der Museen würden zudem in unmittelbare Kompetenzbereiche der Galerien vordringen.

Anregung zur Kooperation

Der Verband regt in diesem Sinn eine verstärkte Kooperation der öffentlichen Stellen, Museen und Kunsthallen mit den Galerien vor, die bei der Umsetzung von Kunstprojekten und Kunst im öffentlichen Raum den öffentlichen Institutionen unterstützend zur Seite zu stehen könnten. (APA)


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