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Künstlerin Forouhar darf Iran verlassen

21.12.2009 | 12:31 |  (DiePresse.com)

Während einer Reise in ihre Heimat Iran wurde der Künstlerin Parastou Forouhar für einige Tage der Pass entzogen. Forouhar setzt sich für die Aufklärung des Mordes an ihren Eltern ein.

Die mehr als eine Woche im Iran festgehaltene, in Deutschland lebende iranische Künstlerin Parastou Forouhar darf das Land am Montag, dem 21. Dezember, verlassen. "Ich habe meinen Pass am Samstag zurückerhalten", sagte Forouhar der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) in Teheran. Die in Offenbach lebende Forouhar reist jedes Jahr in den Iran, um ihrer 1988 dort vom Geheimdienst ermordeten Eltern zu gedenken. Als sie am 5. Dezember wieder abreisen wollte, wurde ihr iranischer Reisepass eingezogen.

Ein Abschreckungsversuch

Die Künstlerin sagte nun, ihr Pass sei ihr nach einem längeren Gespräch, einer Art "Schikane", ausgehändigt worden. "Es war ein Abschreckungsversuch, um mich davon abzuhalten, meinen Weg weiter zu gehen. Ich soll es mir zweimal überlegen, ob ich wie bisher wieder in den Iran einreise."

Ruf nach Aufklärung

Forouhar setzt sich für die Aufklärung des Mordes an ihren Eltern ein. Anfang November hatte Forouhar, die in Wien im vergangenen Jahr etwa in der Orangerie des Belvedere ("Die Macht des Ornaments") ausstellte sowie derzeit mit Werken auch in der neu eröffneten BrotKunsthalle im Rahmen einer Iran-Schau vertreten ist, Interviews zum Jahrestag der Ermordung ihrer Eltern gegeben. Dabei protestierte sie dagegen, dass man versuche, ihre alljährlichen Gedenkfeiern zu verhindern.


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