VN Sa, 7.10.2006

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"Zur Zeit" ist viel los

Bregenz (VN-ag) Mit den im Keller präsentierten Arbeiten von Markus Bauer, Petra Graf, Christoph Meier, Teresa Siegel und Markus Zeber sowie dem blauen LKW vor dem Haus von Wolfgang Fiel startet die Künstlerhaus-Ausstellungsreihe "Zur Zeit" in die zweite Runde. Zusammengetragen hat den Mix aus TU-Absolventen und den höchst anregenden Parcours aus Architektur, Bildhauerei und Konzeptkunst diesmal Fridolin Welte.

Mit dem Zusammenspiel von Licht, Raum und Architektur beschäftigt sich die Installation "LichtPigmente" von Markus Bauer (geboren 1978, St.Pölten). Ein aufgebrochener Kubus bildet den formal reduzierten Rahmen, in dem Licht als alleiniges Material visualisiert und vom Besucher auf höchst unterschiedliche Weise erfahren werden kann. Noch differenzierter mit Licht geht Petra Graf (geboren 1978, Leoben) um. Ihr eigens für Bregenz konzipiertes Werk stellt den Sonnenstand und seine Veränderung während der 38 Ausstellungstage anhand von 38 kleinen schwarzen Würfeln mit Einschnitten dar. Schwarz und Weiß, Chaos und Ordnung sind in der zweiteiligen Wandarbeit "Dialog" von Markus Zeber (geboren 1979, Villach) nicht unbedingt Gegensätze.

Tintenflecke

Christoph Meier (geboren 1980, Wien) arbeitet mit dem Begriff der Skulptur im erweiterten Sinn. Im Künstlerhaus setzt er einen vielseitig verwendbaren Lichtkasten, eine Zeichnung aus Tinte und Tintenkiller und einen verschwundenen Tintenfleck in Beziehung zueinander. Im angewandten Bereich spielen sich die Arbeiten von Teresa Siegel ab. "folding tensegrity" setzt sich mit einer faltbaren Konstruktion auseinander, die von klein bis groß, vom Hocker bis zur mobilen Brücke und zur autonomen Skulptur universell einsetzbar ist. Als Kombination aus politischem Realismus und Readymade-Kultur bezeichnet Wolfgang Fiel (geboren 1973, Alberschwende) seine "Zelle für spontane Aktion", die sich in der Führerkabine eines LKW vor dem Künstlerhaus befindet. Ausgerüstet ist der mobile Minimalraum, der als Debattierstube zum Diskurs anregen soll, mit allem Notwendigen.

Die Ausstellung im Künstlerhaus Bregenz ist bis 12. November geöffnet, Dienstag bis Samstag, 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag, 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr.

Der Nachwuchs bei der Berufsvereinigung bietet Konzepte, Bildhauerei und Architektur.

(Foto: A. Grabher)




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