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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
27. März 2008
12:16 MEZ
Wolfgang-Hahn-Preis an Peter Doig
Kölner Museum Ludwig ehrt britischen Maler

Köln - Der 48-jährige britische Maler Peter Doig ist neuer Träger des mit 100.000 Euro dotierten Wolfgang-Hahn-Preises Köln. Der seit 15 Jahren von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in Köln vergebene Ankaufspreis für zeitgenössische Kunst soll am 14. April ebendort überreicht werden, teilte das Museum Ludwig am Donnerstag mit.

Der im schottischen Edinburgh geborene Künstler mit Wohnsitz auf der Karibik-Insel Trinidad werde als einer der wichtigsten Maler der Gegenwart ausgezeichnet, heißt es in der Begründung der Jury. Grund für die Zuerkennung des Preises sei die "mysteriöse, explosive Dichte" seiner Landschaftsbilder mit Figuren. "Doigs malerischer Realismus bringt die Malerei in unerforschte Territorien", sagte Gastjurorin Iwona Blazwick von der Whitechapel Gallery in London. Bis 27. April läuft in der Tate Britain in London eine große Retrospektive zu Doig, die danach in Paris und ab 9. Oktober in der Frankfurter Schirn zu sehen ist.

Mit dem vom früheren Chefrestaurator des Museums Ludwig, Wolfgang Hahn (1924-1987), gestifteten Preis ist der Ankauf eines bedeutenden Werkes des jeweiligen Preisträgers für das Kölner Museum verbunden. Der Ankauf einer Doig-Arbeit, die auf dem internationalen Kunstmarkt längst Preise von mehreren Millionen Euro erzielen, kam mit der Unterstützung durch Privatspenden zustande. Unter anderem gaben ehemalige Preisträger wie Rosemarie Trockel, Cindy Sherman und Isa Genzken Werke in eine Benefiz-Auktion für den Wolfgang-Hahn-Preis. (APA/dpa)


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