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Kunstberichte

Kunsthalle als utopischer Ort

Aufzählung Sommerschau zum "Comeback des Surrealismus".

Wien. "Kleine und große Träume der Menschen" stellen die thematische Leitlinie im Programm der Kunsthalle Wien 2011 dar. Dem "Menschheitstraum" Weltraum, dem Surrealismus mit einer Hommage an Salvador Dali und den "kleinen Träumen" der Mode sind die Ausstellungen im Haupthaus gewidmet.

Kunsthallen-Chef Gerald Matt freute sich bei der Präsentation des Programms über ein "sehr gutes Jahr" 2010 mit 165.000 bis 170.000 Besuchern.

Es ist eine Zeit des "fast irrational pragmatischen und visionsloser Einfallslosigkeit", der Matt die Träume als "Möglichkeitsformen" und die Kunsthalle als "utopischen Ort" entgegensetzen will. Mit Werken von Angela Bulloch, Robert Rauschenberg oder Keith Tyson wird das fantastische, politische und künstlerische Phänomen "Weltraum" rechtzeitig zum 50-Jahr-Jubiläum der bemannten Raumfahrt beleuchtet (1. April bis 15. August), die große Sommerausstellung (22. Juni bis 23. Oktober) gilt dann dem "Comeback des Surrealismus", so Matt.

Die Herbstkollektion hat eine Vielzahl von Positionen aus der Modefotografie im Angebot. "Vanity Fair" nennt sich eine Auswahl aus der Sammlung des Fotografen F. C. Gundlach, die auch Fotos von Richard Avedon, Guy Bourdin oder David Lachapelle enthält (21. Oktober bis 12. Februar 2012). Ab 11. November ist parallel "No fashion, please!" zu sehen, das jene künstlerische Fotografie zum Thema macht, die sich der Formensprache der Mode bewusst bedient hat.



Printausgabe vom Samstag, 18. Dezember 2010
Online seit: Freitag, 17. Dezember 2010 18:55:00

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