

Wien - Positive Nachricht für die derzeit heftigen Gegenwind ausgesetzte Leitung der Kunsthalle Wien: Die dem Kulturausschuss des Wiener Gemeinderats vorliegende Follow Up-Überprüfung des Rechnungshofes fällt durchwegs positiv aus. In seinem Fazit hält das Kontrollorgan fest, dass die Kunsthalle "alle Empfehlungen" aus dem 2005 veröffentlichten Bericht des Rechnungshofs umgesetzt habe. "Dadurch wurde eine Verbesserung der Einnahmen erzielt und die Wirtschaftlichkeit erhöht", heißt es.
Der sich auf den Zeitraum von 1999 bis 2003 beziehende Rechnungshofbericht hatte vor allem eine Veröffentlichung von zu hoch angegebenen Besucherzahlen durch ausgegebene, aber nicht eingelöste Sponsortickets kritisiert sowie eine Steigerung der Eintritts- und Katalogverkaufserlöse angeregt.
Als umgesetzt sieht der Rechnungshof nun in seiner Follow Up-Überprüfung seine Empfehlungen, die Eintrittserlöse durch entsprechende Marketingmaßnahmen zu erhöhen, die Ermäßigungen neu zu strukturieren, die Auflagenhöhe der Kataloge in Bezug auf die Absatzmöglichkeiten zu optimieren sowie jene Kataloge, "die vor mehreren Jahren hergestellt wurden und bei denen ein Verkauf nicht mehr zu erwarten ist", kostenlos abzugeben.
ÖVP-Reaktion
"Die Kunsthalle und ihren Vorstand sowie Direktor Gerald Matt dafür zu loben, dass Selbstverständlichkeiten passieren, ist mehr als entbehrlich", kritisiert VP-Kultursprecherin Isabella Leeb in diesem Zusammenhang eine Aussendung des Büros des Kulturstadtrats. "Traurig genug, dass es überhaupt Empfehlungen des Rechnungshofes bedarf, um die Wirtschaftlichkeit der Kunsthalle zu erhöhen." (APA)
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