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| 07.04.2006 - Kultur&Medien / Kommentare | ||||
| Kunstlicht: Verlangen nach Verlangsamung | ||||
| ALMUTH SPIEGLER | ||||
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D Und auch beim mitternächtlichen "Come Together" im MAK
fand man im neuen "Österreicher"-Cafe vor allem das, was draufsteht.
Enttäuscht? Von wegen. Ich habe mich prächtig unterhalten, mit Künstlern
wie Marco Lulic - wahrscheinlich der nächste Präsident der Secession.
Sollen die Global Player doch die Kunstmessen in Basel, Miami oder London
als schicke Ausrede dafür benutzen, ihre exzessiven Pool-Partys zu feiern
und mit ihrem neuesten Kitsch-Maler zu protzen. Wien muss anders sein, um
sich in diesem so dekadent und selbstherrlich gewordenen Zirkus
positionieren zu können. Die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht. Selbst
der schwierige Schwerpunkt Osteuropa scheint heuer in Wien mit besseren
Präsentationen und interessierterem Publikum zu funktionieren. T Exemplarisch dafür stehen drei Ankäufe, die die Albertina auf der "Viennafair" mit Hilfe des neuen "conwert"-Fonds (55.000 €) getätigt hat: Zwei große jugendliche "Wanderer", die Alois Mosbacher nach Fotos aus dem Internet gezeichnet hat. Und eine ebenfalls großformatige Zeichnung Sonja Gangls, die in meditativer Arbeit Schluss-Szenen von Filmen festhält. In diesem Fall von Claude Lelouchs "Ein Mann und eine Frau". Ein Liebes-Schicksal, das sich ebenfalls erst aus einer - trauerbedingten - Verlangsamung heraus ergibt. Und daraus, im richtigen Moment doch schnell gewesen zu sein.
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