04. Juni 2010 - 00:04 Uhr · Von Peter Grubmüller · Kultur

Triennale Linz 1.0 - eröffnet und getauft

Kulturszene

Experimentieren und keine Leitbilder einpflanzen – die erste Triennale Linz 1.0 ist als Format zur Welt gekommen, das zur zeitgenössischen Kunst verführen soll. Gestern wurde der bis 26. September währende kulturelle Dreier von OK Offenes Kulturhaus, Lentos und Landesgalerie eröffnet und gleich getauft. Wegen anhaltenden Regens musste der Perfomance-Parcours „bodies in urban spaces“ von Willi Dorner abgesagt werden. Alternativen wird es während der knapp 150 Tage dauernden Schau noch genug geben. Jeden Abend lädt das OK um 19 Uhr zur „blauen Stunde“ auf das Dach des Hauses, im Zehn-Tage-Rhythmus wird der Ort von Künstlern bespielt werden. Crossing-Europe-Intendantin Christine Dollhofer kuratiert dort außerdem ein Triennale-Filmprogramm.

„Wir wollen es wissen“, war ursprünglich so etwas wie ein Arbeitstitel der Triennale Linz1.0 gewesen. Aber was eigentlich? „Was in Österreich derzeit an Kunst entsteht“, sagt Lentos-Chefin Stella Rollig. Ein Überblick davon wird nun nicht nur in den drei Häusern gezeigt, sondern auch besprochen. Rollig, Martin Hochleitner (Landesgalerie) und Martin Sturm (OK Offenes Kulturhaus) diskutieren heute ab 14 Uhr (Lentos Auditorium) die neuen Tendenzen des aktuellen Kunstschaffens. Ab 15 Uhr entschlüsselt der zweite Runde Tisch das österreichische Betriebssystem der Kunst (es diskutieren Galeristen, Kunstmanager, Künstler und Journalisten). 16 Uhr: „Außenbeziehungen – oder warum immer Lassnig, West und Wurm?“. 17 Uhr: „Mittelstädte in Österreich als Kunststandorte“. Ab 21 Uhr feiert sich die Branche mit einer Party im OK Mediendeck selbst.

Quelle: OÖNachrichten Zeitung
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,405155
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