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30.09.2002 13:19

Schlieren und Schlingen
Robert Zandvliet in der Galerie Nächst St. Stephan



"Gänzlich abstrakt zu malen liegt mir fern." Sprach 1999 das damals 28-jährige Maltalent Robert Zandvliet. Da zeigte der Niederländer in Wien seine - dem niederländischen Landschafts- und Stillleben verpflichteten - modernen Gemälde. Riesengroß oder klein, dazwischen gibt's nichts. Im Vorjahr noch reihte ihn die Zeitschrift Art unter die "Jungen Realisten". Mittlerweile sind seine Malereien in bedeutenden Sammlungen zu finden:

Das Stedelijk Museum hat ihm eine Großausstellung ausgerichtet - und er malt nun abstrakt. Nach den Alten Meistern folgt er nun den Spuren eines (späten) de Kooning und Konsorten, obwohl die scheinbar spontane Expression zielsicher, aber dennoch nicht so souverän wie seine halb-abstrakt/konkreten Malereien, in Szene gesetzt wird. Die Eitemperatechnik erlaubt ihm ein Anbringen durchlässiger breiter Farbschlieren wie -schlingen, die in ihrer Dichte räumliche Tiefe suggerieren. Eines ist sicher: Der Mann ist für weitere Überraschungen gut. (dok/DER STANDARD, Printausgabe, 30.9.2002)


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