
Im wahrsten Sinne eingeläutet wurde der Festakt, dann ergriff ein euphorischer ÖVP-Bürgermeister Christian Resch eine "Welturaufführung" an: Die Stadtkapelle Mistelbach zelebrierte die von Nitsch komponierte Ouverture "...Zur Weihe des Hauses".
"Ich weiß jetzt, wo ich hingehöre!"
Tief beeindruckt von Museum und Ausstellung zeigte sich der Kunsthistoriker Wieland Schmied: "Dieses Haus könnte auch in London, Paris oder New York stehen." Der als "Gründungsdirektor" apostrophierte Museumsleiter Wolfgang Denk betonte, das Werk von Nitsch sei als "Kunst der Lebensfreude" zu verstehen: "Die Darstellung des Krieges ist nicht der Krieg".
Unter lautstarken Ovationen des Publikums trat schließlich Meister Nitsch ans Mikrofon und erklärte mit tränenerstickter Stimme: "Ich bin so gerührt, dass so viele Leute da sind! Ich weiß jetzt, wo ich hingehöre!" Und setzte hinzu: "Es freut mich auch sehr, dass die geistlichen Herren meine Feinde nicht sind". Denn Maximillian Fürnsinn, Propst des Stiftes Herzogenburg, Paul Weiland, Superintendent der Evangelischen Kirche in NÖ, und Stadtpfarrer Hermann Jedinger nahmen einträchtig die Segnung des Museumszentrums vor.
Mit der Landeshymne wurde die Feier beendet, der Abend ging jedoch für die nach polizeilicher Schätzung mindestens 3.000 Eröffnungsgäste, darunter auch die aus Mistelbach stammende Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, noch lange weiter. Und schon am kommenden Pfingstwochenende startet das MZM-Kunstvermittlungsprogramm mit einem großen "Eröffnungsmuseumsfest". (APA)