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| Keine Überraschung: Husslein
im Belvedere |
Gestern, 14 Uhr, gab Ministerin Gehrer
definitiv bekannt: Agnes Husslein-Arco wird Direktorin der
Österreichischen Galerie Belvedere. Obwohl die Wahl damit auf
eine der profiliertesten Kunsthistorikerinnen Österreichs
fiel, ist ob dieser "überraschenden" Entscheidung Zynismus
angebracht. Denn das erste Gerücht, Husslein wäre für das
Belvedere "geplant", tauchte in der Kunstszene noch während
ihrer Salzburger Amtszeit auf. Das setzt die Tatsache, dass
sie unbestritten für diesen Posten gut geeignet ist, denn doch
in ein etwas schiefes Licht.
Husslein, zwanzig Jahre
lang Leiterin von Sothebys Österreich, dann vom Salzburger
Rupertinum und Museum auf dem Mönchsberg, hat exzellente
internationale Kontakte. Als Nachfolgerin von Gerbert Frodl,
der Ende 2006 in Pension geht, ist Husslein die erste Frau,
die die Österreichische Galerie leiten wird.
13
Personen hatten sich um die Stelle beworben. Auch Peter
Assmann, Direktor der OÖ. Landesmuseen. Assmann kritisiert die
"Pro-Forma-Ausschreibung" und ist verärgert, über seine
Ablehnung nicht einmal informiert worden zu sein. Hussleins
"Konkurrent" im letzten Hearing war Peter Pakesch, Leiter des
steirischen Joanneums, der als Nichtakademiker die
Ausschreibungsbedingungen ohnehin nicht erfüllen konnte.
(irju)
vom 18.03.2006 |
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