01. Juni 2010 - 14:23 Uhr · apa/nachrichten.at · Kultur

Zeitgenössische Kunst bei Triennale

Triennale Linz Triumphbogen
LINZ. Zeitgenössische Kunst aus Österreich hält diesen Sommer in Linz Einzug. Die „Triennale 1.0“ präsentiert von 3. Juni bis 26. September Arbeiten von 114 Künstlern.

Das gemeinsames Format von Kunstmuseum Lentos, OK Offenem Kulturhaus Oberösterreich und Landesgalerie soll künftig alle drei Jahre stattfinden.

Projekte im öffentlichen Raum

Jedes der drei Häuser zeigt eine eigene Ausstellung, die in ihrer Gesamtheit das aktuelle Kunstgeschehen dokumentieren sollen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit will man aber nicht erheben, im Zentrum der Schau stehen Experimente und nicht manifestierte Leitbilder. Zu den Ausstellungen in den Museen kommen noch Projekte und Performances im öffentlichen Raum.

„Triumphbogen der Kunst“

Der offizielle Startschuss für das dreitägige Eröffnungsfest fällt am Donnerstag, dem 3. Juni. An diesem Tag kann man bis 21 Uhr durch Lentos und Landesgalerie und bis 22.00 Uhr durch das OK flanieren. Am Freitag folgen Runde Tische mit Künstlern, Kuratoren und Journalisten aus dem In- und Ausland und am Samstag schließt die „Lange Nacht der Bühnen“ den Eröffnungsmarathon ab. Deutlich sichtbare Einladung zur Triennale ist der „Triumphbogen der Kunst“ von Ursula Hübner auf den Hauptplatz.

Weil die Schau fast 150 Tage lang dauert, sei Dynamik sehr wichtig, wie OK-Leiter Martin Sturm betonte. Daher lädt das OK jeden Abend um 19.00 Uhr zur „Blauen Stunde“ auf das Dach des Hauses, wo im Vorjahr das erfolgreiche Linz09-Projekt „Höhenrausch“ zu erleben war. Im Zehn-Tage-Rhythmus wird der luftige Ort von Künstlern bespielt. Zudem gibt es dort ein von Crossing-Europe-Intendantin Christine Dollhofer kuratiertes Triennale-Filmprogramm zu sehen.

„Wir wollen es wissen“

Der Entschluss zu dem Projekt sei vor eineinhalb Jahren gefallen, berichtete Lentos-Chefin Stella Rollig. Der Wahlspruch sei gewesen: „Wir wollen es wissen“ - was ist Österreich derzeit an Kunst entsteht. Die bei der Triennale vertretenen Künstler seien zu einem hohen Prozentsatz nicht in Österreich geboren. Das zeige, dass das Land für Kulturschaffende ein beliebter Ort zum Leben und Arbeiten sei. Unter den Ausstellenden, die jünger als 35 Jahre sind, werden ein Ankauf durch die Kunstsammlung des Landes in der Höhe von 5.000 Euro sowie eine Einzelausstellung im Lentos vergeben. Die Vorauswahl trifft das Publikum am Eröffnungswochenende, dann entscheidet eine Fachjury.

„Das hat es in Österreich in dieser Form noch nicht gegeben“, ist Landesgalerie-Leiter Martin Hochleitner von dem neuen Format überzeugt. „Wir hoffen, dass Linz Triennale-Stadt wird“, sieht er, ebenso wie seine Kollegen von den beiden anderen Häusern, keine Eintagsfliege. Auch Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer und der ebenfalls für Kultur zuständige Linzer Vizebürgermeister Erich Watzl (beide V) hoffen, dass Linz mit der Triennale die „Strahlkraft“ des Kulturhauptstadtjahres 2009 mitnehmen kann.

http://www.triennalelinz.at

Quelle: OÖNachrichten Zeitung
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,403839
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