In dem mit der Gary Hume-Personale bereits angelaufenen Ausstellungsjahr 2004 ist das KUB Programm laut Schneider von künstlerischer Kontinuität geprägt und steht laut Schneider unter dem Arbeitstitel "Radikalität des Zweifels". Gesucht werde weiterhin die Synthese von speziell erarbeiteten Neuproduktionen mit der Architektur des Hauses. Schwerpunkte sind Präsentationen herausragender internationaler Künstler der jüngeren und mittleren Generation, die mit ihren Werken "nachhaltig den Diskurs in der zeitgenössischen Kunst und in der Gesellschaft prägen". Alle fünf Ausstellungen sind Premieren für Österreich, womit der Führungsanspruch eines innovativen Programmprofils erneut verstärkt werde. Schneider: "Insgesamt strebt das KUB mit seinem Ausstellungsprogramm nach artistischer Tiefe und Gültigkeit".
Programmierung
Nach Gary Hume (24.1.-21.3.) folgt vom 3. April bis 30. Mai die erste Einzelausstellung in Österreich des 1966 in Spanien geborenen und in Mexico City lebenden Künstlers Santiago Sierra. Er sorgt mit sozial- und kunstkritischen Aktionen weltweit für Aufsehen. Die Sommerausstellung 2004 ist der renommierten amerikanischen "Text"-Künstlerin Jenny Holzer (54) gewidmet, mit der u.a. auch "Xenon-Projektionen" an wechselnden Standorten in Vorarlberg realisiert werden. Im Herbst (18.9.-7.11.) folgt die bisher umfassendste Werkschau und erste Österreich-Einzelausstellung des Deutschen Thomas Demand (40). Gezeigt werden großformatige Fotografien, Installationen und architekturbezogene Werkgruppen. Zum Ausklang (20.11.-9.1.2005) ist das KUB Schauplatz für die erste größere Präsentation des "hoffnungsvollen" österreichischen Künstlers Hans Schabus (34), der eine große Rauminstallation vorbereitet.
Seit 2001 hat das Kunsthaus Bregenz insgesamt 16 Ausstellungen und 22 Projekte verwirklicht. 2003 wurden mehr als 51.000 Besucher registriert. Die über 2,5 Mio. Euro Umsatz des vergangenen Jahres wiesen 888.400 Euro Eintritte und andere Eigenumsätze, 51.300 Euro Bundesbeitrag und - seit Jahren stabil - fast 1,6 Mio. Euro Landesbeitrag auf. Kultur-Landesrat Hans-Peter Bischof (V) würdigte das "hervorragende Programm" des KUB, das seinen kulturpolitischen Auftrag erfülle, weil es zeitgenössische Kunst auf hohem Level präsentiere und zur Diskussion stelle. (APA)