VN Di, 7.5.2002

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Neuer Baum für jeden, der weichen musste

Kunst-am-Bau-Projekte von Caroline Ramersdorfer und Roland Adlassnigg

Feldkirch (VN-ag) 20 Kunst-am-Bau-Projekte hat die Feldkircher Wohnagentur Furtenbach seit 1996 realisiert. Mit der Projektpräsentation von Caroline Ramersdorfer und Roland Adlassnigg schließt das Unternehmen Kunst am Bau zumindest in dieser Form vorläufig ab.

Zwei Bildhauerprojekte stehen am Ende der Reihe Kunst am Bau. Carline Ramersdorfer, die zuletzt mit unglaublich fein gearbeiteten kleinformatigen Steinskulpturen im Palais Liechtenstein vertreten war, wird im Eingangsbereich der Wohnanlage "In der Grütza" in Feldkirch-Altenstadt einen Blick in das Erdreich wagen.

Durch fünf Steinschichten hindurch und durch die Bewegung der Passanten werden Farb- bzw. Lichtquellen mittels Sensor ausgelöst und kurzzeitig auch an der Fassade sichtbar. Ramersdorfer: "Dieses Hausakkupunktieren soll auf die Feinstofflichkeit sowie die Mensch-Wechselbeziehung Natur und die Heilung daraus aufmerksam machen."

Handfester ist der künstlerische Eingriff von Roland Adlassnigg in der Karolingerstraße in Rankweil, wo ein alter Bestand von Obstbäumen der Wohnanlage weichen musste. Über das Eingießen der Baumrinden in die Gehwegplatten und das Verwenden des Holzes für die Abstellräume wird das Vergangene zum begeh- und benutzbaren Teil des Neuen. Zudem soll der alte Baumbestand in den neu gepflanzten Birnbäumen symbolisch weiterleben.




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