Wachstumspotenzial am Sektor Rundreisen

Mit einer spezielle Rundreise zu den Weltkulturerbe-
Stätten Österreichs will die Österreich-Werbung Touristen locken.


Alle 8 Weltkulturerbe-Stätten werden zusammen in einem Katalog präsentiert und vermarktet. Von der Altstadt Graz über den Semmering, den Neusiedler See ist es nicht weit über Schloß Schönbrunn, die Wiener Innenstadt, Wachau bis nach Hallstatt oder Salzburg.

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Die geografische Nähe ist ein großes Plus für die Vermarktung, so Staatsekretärin Mares Rossmann: "Mit der Weltkulturerbe-Rundfahrt soll eine Rundreise durch Österreich zu den einzelnen Weltkulturerben möglich sein. Mit Übernachtung und dem jeweiligen kulinarischen Angebot dazu." Der Gast solle ein "Gesamtbild" bekommen.

Mit den "Weltkulturerben" sei Österreich "gleichzusetzen mit der chinesischen Mauer oder den Ägyptischen Pyramiden. Und wenn man diese Botschaft international deponiert, wird das verstanden", glaubt Rossmann.

Hauptreisezeit ausdehnen

Das Ziel der Vermarktung ist es, die Hauptreisezeit Juli/August ganzjährig auszudehnen. Der Städtetourismus boomt - von Dezember bis Jänner gab es bei den Ankünften ein plus von 4,3% -, trotzdem soll der Kulturaspekt noch stärker vermarktet werden.

Dürnstein an der Donau / ©Bild: Österreich Werbung
Dürnstein an der Donau / ©Bild: Österreich Werbung

Derzeit Kulturtouristen kommen zu 40% aus Deutschland, sind zu 58% männlichen Geschlechts, haben zu 72% keine Kinder und sind von Österreich bereits jetzt zu 68% begeistert. Susanne Winter, Marketing Leiterin der Österreichwerbung, sieht hier Wachstumspotentiale am Sektor Rundreisen.

Trend zur Kurzreise

"Nach Sun-and-Beach-Destinationen kommen schon die Rundreisen", weiß Winter. "Das Dritte ist übrigens schon der Stadt- und Kulturtourismus. Der nächste Trend, an dem wir partizipieren, ist der zur Kurzreise. Also diese Möglichkeiten bestärken uns, zu sagen: Investition in dieses Thema lohnt sich."

Hallstätter See / ©Bild: Österreich Werbung
Hallstätter See / ©Bild: Österreich Werbung

Die Generalsekretärein der österreichischen UNESCO-Kommission, Gabriele Eschig, sieht Österreich in der Welterbe liste überproportional vertreten. Österreich sei zwar erst 1992 beigetreten, "hat aber inzwischen schon 8 Stätten auf der Liste. Das ist im europäischen Durchschnitt relativ hoch". Österreich sei eben "reich an Kultur- und Naturschätzen".

Wien: Streit um Hochhäuser

Sorgen machen der Tourismusbranche nur Diskussionen um die Aberkennung des Welterbestatus, wie sie kürzlich um die Hochhäuser bei Wien Mitte entbrannten.

Modell Wien-Mitte / ©Bild: APA
Modell Wien-Mitte / ©Bild: APA

"Ich kann hier nur meine Bitte richten", meint Rossmann. "Es ist selbstverständlich gelebter Föderalismus. Es ist der Flächenwidmungsplan der Stadt Wien, der vom Gemeinderat so beschlossen wurde. Die Gemeinde Wien muss selbst darüber entscheiden, wie sie damit umgeht."

Weltkulturerbe-Café

Bereits im Vorjahr begonnene Marketingmaßnahmen wie die Produktion eines Welterbe-Posters, Medienkooperationen zu Österreichs Welterbestätten in Österreich und Deutschland, sowie ein Weltkulturerbe-Café auf der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB, werden fortgesetzt.

Link: Site zur Weltkulturerbe-Rundreise.

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