Salzburger Nachrichten am 1. Dezember 2006 - Bereich: Kultur
Zur Person

James Turrell,

geboren 1943 in Los Angeles, lebt und arbeitet in Arizona. Er gilt als Begründer einer räumlichen Lichtkunst. Er inszeniert Licht erstmals ohne sichtbare Anbindung an Leuchtkörper. Er thematisiert nicht das, was die Betrachter sehen, sondern wie sie etwas wahrnehmen. Eines seiner aufwändigsten Kunstwerke ist der "Roden Crater" in Kalifornien; in diesem erloschenen Vulkan bringt James Turrell das natürlich einfallende Licht in verschiedenen Farben, Intensitäten und Helligkeiten zur Geltung.

Der "Sky space"

- zu deutsch: "Himmelsraum" - auf dem Mönchsberg ist James Turrells vierter Auftritt in Österreich. Seine Werke waren bisher in zwei Ausstellung im Museum für angewandte Kunst in Wien (MAK) und 1997 in der Eröffnungsausstellung des Kunsthauses Bregenz zu erleben.

"Ich objektiviere Licht",

sagt James Turrell im Interview mit der Kunsthistorikerin Ulrike Gehrer. Deren Buch ist die jüngste Neuerscheinung über sein Werk: "Bilder aus Licht - James Turrell im Kontext der amerikanischen Kunst nach 1945", soeben im Kehrer Verlag, Heidelberg, erschienen.