Auktionsrekorde
Bei einem wahren Bieterkampf sind in der Nacht zum Freitag im Auktionshaus Christie's in London elf Rekordpreise für Nachkriegs- und zeitgenössische Kunst erzielt worden. Den Spitzenpreis erreichte eine Porträtstudie des englischen Malers Francis Bacon (1909-1992). Für Bacons "Study for Portrait II", die Papst Innozenz X. zeigt und zuletzt im Besitz von Carlo Ponti, dem Ehemann von Sophia Loren, gewesen war, zahlte ein Bieter 14,02 Millionen Pfund (21,27 Mill. Euro). Mit Anselm Kiefer und Sigmar Polke gehörten auch deutsche Künstler zu den rekordgekrönten Stars. Das Bild "Strand" von Polke ging für umgerechnet 4,09 Mill. Euro an einen privaten Sammler. Für das Gemälde "Laßt tausend Blumen blühen" von Anselm Kiefer zahlte ein Bieter umgerechnet 2,74 Millionen Euro.
Museum verliert Sammlung
Das von Dieter Ronte geleitete Kunstmuseum Bonn wird künftig auf die rund 400 Werke der Sammlung Grothe verzichten müssen. Bei den Verhandlungen mit dem Darmstädter Ehepaar Ströher, das die Sammlung Mitte 2005 nach Experteneinschätzung für 50 Millionen Euro erworben hatte, ist keine Einigung erzielt worden. "Die Chemie stimmte nicht", sagte Ronte am Freitag. Das Misstrauen der Ströhers sei zu groß gewesen. Seit
30 Jahren gehörte die private Leihgabe des Bauunternehmers Hans Grothe zum Bestand des Bonner Hauses. Sie enthält ganze Werkgruppen etwa von Georg Baselitz, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Markus Lüpertz oder Anselm Kiefer. Ronte wies darauf hin, dass sein Haus über viele frühe Polkes verfüge und es weiter einen Raum für Richter geben werde.






