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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
12. Juni 2007
12:52 MESZ
Galerie Fotohof, Salzburg, (0662) 84 92 96.
Bis 16. 6. 
Foto: fotohof.or.at
Tobias Zielony

Bilder des Prekariats
Gruppenausstellung "State Of Work. Arbeit im Zustand der Verunsicherung" in der Salzburger Galerie Fotohof

Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Normalarbeitsverhältnisse ist rückläufig. Dafür gewinnen Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit und Praktika zu Dumpinglöhnen an Bedeutung. Sozialwissenschafter beschreiben die Prozesse im neoliberalen Turbokapitalismus als Prekarisierung: die permanente Verunsicherung aller Beschäftigungsverhältnisse. Genau das ist das Thema der Fotoausstellung State Of Work. Arbeit im Zustand der Verunsicherung, die derzeit im Fotohof sowie teilweise auch in der Arbeiterkammer zu sehen ist.

Slawomir Elsner schlüpft in verschiedene Arbeitsrollen und fragt, warum wir uns über Arbeit definieren. Katja Eydel fotografiert das Innenleben eines gewerblichen Großbetriebs in Berlin. An Hand eines Flohmarkts in der Londoner Vorstadt Hackney zeigt Stephen Gill die Selbstorganisation als mögliche Strategie gegen Verunsicherung. Über die Diskrepanz zwischen Identität und Arbeit reflektiert Sofia Hultén, die "Reinigungsgesellschaft" macht prekäre Gesellschaftsräume als Unsicherheitsfaktoren sichtbar. Michaela Schweiger fragt nach dem Zusammenhang von Verunsicherung und Disziplinierung. Vassiliea Stylianidous beschäftigt sich mit Corporate Identity, Tobias Zielony zeigt marginalisierte Jugend. (dog/ DER STANDARD, Printausgabe, 12.6.2007)


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