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| "Zero"-Kunst aus der Sammlung Lenz Schönberg in
Innsbruck zu sehen In der Reihe Ausstellungen auf der "Kunstbrücke" der Raiffeisen-Landesbank Tirol nimmt die am Montag eröffnete, aus der Sammlung Lenz Schönberg stammende Schau "Zero - Die europäische Vision - 1958 bis heute" den Rang einer internationalen Präsentation ein. Innsbruck (APA) - Sie dürfte den Höhepunkt im diesjährigen Ausstellungsprogramm der "Kunstbrücke" darstellen."Zero" bedeutet hier mehr als "null". Es ist Symbol für den Aufbruch aus einer Stunde null. So nannte sich jene 1957 in Düsseldorf zusammen gekommene Künstlergruppe, die nach den bitteren Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs einen neuen Weg der Kunst suchte und dabei für die Zurücknahme der eigenen Emotionen, für Versachlichung und Objektivierung plädierte, die - ähnlich wie in der Musik - im Seriellen, in der Kinetik und Monochromie neue Formen und Ausdrucksmöglichkeiten, erweiterte Dimensionen und eine neue unpathetische Ästhetik fand. Ebenso wurde der Versuch, die Unendlichkeit darzustellen, im Zeitalter des Mondfluges und der Weltraumerforschung zum Thema. Wie in Deutschland vertraten auch Künstler in anderen europäischen Ländern die in "Zero" sich manifestierenden Anliegen, denen das Abbild längst nicht mehr genügte. Zum Kern der Gruppe, die durch Yves Klein wesentlichen Auftrieb erfuhr, gehörten Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker. Persönlichkeiten wie Lucio Fontana, Enrico Castellani, Arman, Piero Orazio, Piero Manzoni, Gotthard Graubner, Roman Opalka, Victor Vasarely, Jef Verheyen und Hermann de Vries stehen für die Vielfalt der künstlerischen Ideen und Möglichkeiten. Sie alle sind in der Innsbrucker Ausstellung mit charakteristischen Arbeiten vertreten. Einer, den Zero schon in den sechziger Jahren faszinierte und zum Sammeln inspirierte, war Gerhard Lenz. Er beherbergt inzwischen weit über 500 Bilder und Objekte des Zero-Kreises (der auch den "Nouveau Realisme", "Konkrete Kunst", "Arte programmata" und andere Definitionen umfasst) von rund 50 west- und osteuropäischen Künstlern in seiner Sammlung, nach eigenen Worten "mehr, als in allen deutschen Museen zu finden sind". 24 hochkarätige Beispiele davon gelangen auf der RLB-Kunstbrücke und in den Foyers mit ihren weiträumigen Perspektiven und Lichteffekten zu neuer Wirkung und lebendiger Ausstrahlung. Die Zero-Ausstellung läuft bis zum 9. Mai. Ein von Silvia Höller und Hannah Weitemeier, der Kuratorin der Sammlung, herausgegebener Katalog begleitet sie. Gratis-Führungen finden am 12. und 26.April, jeweils von 10 bis 11 Uhr statt 2003-04-08 09:54:03 |