| Supergirl in a Superworld | |
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Die japanische Künstlerin Mariko Mori ist eine fantasievolle Grenzgängerin zwischen östlicher und westlicher Welt. |
Die 1967 in Tokio geborene Künstlerin
Mariko Mori studierte Modedesign in Japan und arbeitete am Ende der 80er
Jahre selbst als Modell. In London und New York besuchte sie verschiedene Kunstschulen und schon
bald verwirklichte sie einen unverwechselbaren künstlerischen Stil. Nirwana Mori ist eine Art Popikone des dritten Jahrtausends. Aufsehen erregte
sie 1997 auf der Biennale in Venedig mit ihrer 3D-Videoarbeit
"Nirwana". Dort trat sie als buddhistische Göttin in Erscheinung, die als
Bodhisattwa - als Wesen auf dem Weg der Erleuchtung - durch ein
pinkfarbenes Paradies schwebte. Sie forderte den Betrachter durch ihre
einladenden Bewegungen auf, ihr zu folgen. Cyborg-Girl Weitere schrille Auftritte waren diesem Video vorausgegangen. In "Play
with Me", von 1994 verwandelte sie sich mittels Kleidung und hellblauer
Perücke in eine Art Cyborg-Girl, das vor einem Geschäft mit
Computerspielen posierte. In "Tea Ceremony III", von 1994, scheint Mori ebenfalls einer
Science-Fiction-Story entsprungen zu sein. Sie bietet, bekleidet mit
silbernen Strümpfen und einer mit Mr.-Spock-Ohren verzierter
Kopfbedeckung, den Passanten Tee an. Stilmix Moris Spiel mit Verwandlung hat seine Ursprünge in östlicher
Philosophie, Mystik und Religion. Sie verschmilzt dieses kulturelle
Substrat mit westlichen Ideen und bedient sich zeitgenössischer Phänomene
wie Mode, Musik, Science-Fiction, Computerspiele und Comicstrips. Dabei
spielt auch elektronischer High-Tech, wie in "Wave-UFO", eine große
Rolle.
Die Medien Ihre Inszenierungen zeigt sie in Fotografie und Video. Humorvoll und
kritisch beleuchtet sie das Leben im heutigen Japan und versucht aus der
Synthese der beiden Kultur eine bessere Welt für das dritte Jahrtausend zu
entwerfen. Dabei scheut sie auch nicht den Vorwurf von Kitsch, den der westliche
Betrachter in ihren Arbeiten entdecken könnte. Last Departure In ihrer Fotografie "Last Departure" von 1996, die in enger
Zusammenarbeit mit ihrem Video "Miko no Inori" entstand, zeigt sie erneut
jene kosmische Dimension. Wie ein futuristisches betendes Schamanenmädchen, das eine Seelenreise
zu den Göttern unternimmt, posiert Mori auf dem hypermodernen
Kansai-Flughafen in Osaka. Naive Gläubigkeit? Ihre Botschaft ist die Notwendigkeit eines Glaubens an Utopien. Ihre
fantastischen Visionen sind Reisen in einen esoterischen Kosmos,
Expeditionen in ein Gelände, in dem die Regeln der modernen Zivilisationen
persifliert und überwunden werden. Link:
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