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| vom 22.02.2006 - Seite 023
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| Das Sprengen des Begriffes Tanz
Tanztage `06 im Linzer Posthof: Insgesamt sieben Abende, davon vier Österreich-Premieren, zwischen 14. März und 20. April. Wobei die Mitwirkenden den Begriff Tanz längst sprengen und mehrere Kunstsparten einfließen lassen.
VON SILVIA NAGL
"Ich habe versucht, diesmal nach Gegensätzen zu programmieren", sagt Posthof-Manager Wilfried Steiner. "Ausgehend von zwei total verschiedenen Polen" - als da wären: die japanische Gruppe "Dumb Type" (20. April), die "eine höchst mögliche Dichte an Eindrücken auf die Bühne bringt", so Steiner. Da gibt es Videoinstallationen, Soundkasakden - die Begegnung zwischen der winzigen Spezies Mensch und der hochtechnisierten Welt. Der andere Pol ist der Brite Nigel Charnock (23. März) mit seinem Programm "Frank". Der geniale Performer, Sänger, Tänzer und Humorist diesmal ganz alleine auf der Bühne.
Dazwischen Begegnungen mit höchst interessanten Künstlerpersönlichkeiten:
14. März: Die Berlinerin Helena Waldmann hat als erste westliche Chroeographin in Teheran mit iranischen Schauspielerinnen das Stück "Letters from Tentland" (Briefe aus dem Zeltland) inszeniert, das voriges Jahr in Thereran uraufgeührt wurde, seitdem mit riesigem Erfolg um die Welt tourt.
18. März: Die Compagnie Mossoux-Bonté aus Frankreich ist ein typisches Beispiel dieser Sparten übergreifenden Performance-Gruppen. Sowohl beim Mime-Festival London als auch beim Figurentheaterfestival Erlangen und bei diversen Tanzfestivals sind Nicole Mossoux und Patrick Bonté schon aufgetreten. "Light" ist eine die Sinne verblüffende Reise durch Licht und Schatten. April: Die Comapgnie des Wiener Choreographen Willi Dorner nennt ihr Programm nach der im Internet häufigsten Fehlermeldung "404", und zeigt die Grenzen menschlicher Kommunikation in düsteren Bildern.
6. April: Die israelische Choreographin Yasmeen Godder und die Tänzerin Iris Ertez setzen sich zur Musik von György Ligeti und PJ Harvey mit intensiver Körperlichkeit dem Blick des Publikums aus.
29. März: Das "Tanztage Labor" bietet Platz für Nachwuchs. Diesmal zeigt die in Linz lebende Choreographin und Tänzerin Alexandra Faustmann die Uraufführung von "Rio abajo Rio" (Fluss unter dem Fluss), das Hinterfragen der eigenen Identität. Info & Karten Seit vielen Jahren gehört das "Ausverkauft"-Schild zu den Linzer Tanztagen. Deshalb Karten schon im Vorverkauf ordern (v.a. die Vorstellungen von Helena Waldmann, Nigel Charnock und der japanischen Gruppe "Dumb Type" sind heiß begehrt): Tel. 0732 / 78Ê18Ê00 (Di - Fr, 14 - 19 Uhr), E-Mail: kassa@posthof.at, Internet: www.posthof.at |
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