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"Am großen Kunsthimmel mag sich jeder seine Sterne
wählen", schrieb Hans Fronius 1978. Für sich entdeckte er früh das
"Sternbild Goya, Ensor, Kubin". Leuchtende Wegweiser für sein Werk - das
graphische, wie das nicht so bekannte malerische. Siebzehn seiner Gemälde
besitzt die Österreichische Galerie im Belvedere, ausgestellt derzeit im
barocken Prunkstall.
Berühmt wurde der 1988 verstorbene österreichische
Künstler als Graphiker mit seinen Illustrationen für Franz Kafka - "eine
unübertreffliche Symbiose", wie ihm sein Freund Alfred Kubin beschied. Der
Malerei wandte sich der 1903 in Sarajewo Geborene verstärkt ab 1964 zu.
Die Themen ähneln denen seiner Graphiken: Religiöses, Porträts, Städte,
Landschaften. Weich und fließend behandelt er die Ölfarbe wie seine
schwarze Kreide. Von einem flächigen Farbauftrag gelangte er mit der Zeit
zu einem expressiv gespachtelten - in den Details faszinierend abstrakt,
obwohl er diese Entwicklung verachtete. sp
© Die
Presse | Wien
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