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15.02.2002 - Ausstellung
Aus der Fläche geflohen
Hans Fronius als Maler zeigt das Wiener Belvedere im barocken Prunkstall.


"Am großen Kunsthimmel mag sich jeder seine Sterne wählen", schrieb Hans Fronius 1978. Für sich entdeckte er früh das "Sternbild Goya, Ensor, Kubin". Leuchtende Wegweiser für sein Werk - das graphische, wie das nicht so bekannte malerische. Siebzehn seiner Gemälde besitzt die Österreichische Galerie im Belvedere, ausgestellt derzeit im barocken Prunkstall.

Berühmt wurde der 1988 verstorbene österreichische Künstler als Graphiker mit seinen Illustrationen für Franz Kafka - "eine unübertreffliche Symbiose", wie ihm sein Freund Alfred Kubin beschied. Der Malerei wandte sich der 1903 in Sarajewo Geborene verstärkt ab 1964 zu. Die Themen ähneln denen seiner Graphiken: Religiöses, Porträts, Städte, Landschaften. Weich und fließend behandelt er die Ölfarbe wie seine schwarze Kreide. Von einem flächigen Farbauftrag gelangte er mit der Zeit zu einem expressiv gespachtelten - in den Details faszinierend abstrakt, obwohl er diese Entwicklung verachtete. sp



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