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Mitte der achtziger Jahre lernten einander der Pariser
Fotograf Henri Cartier-Bresson ("HCB") und der Wiener Maler Georg Eisler
kennen. Aus der Begegnung entstand eine große Künstlerfreundschaft, deren
Dokumente diese Ausstellung zusammenführt. Die Grundlage bildet ein
Konvolut von Fotografien und späten Zeichnungen Henri Cartier-Bressons und
eine schöne Werkauswahl des engagierten Realisten. Vor allem im Interesse
an der menschlichen Figur kommt die intellektuelle Harmonie zum Ausdruck:
im Menschenbild und im Aktstudium, Grundlage jeder Malerei, der sich aber
auch der Fotograf im hohen Alter noch mit viel Verve zuwandte. Eisler
wiederum hält das Atelier und die Zeichenstunden HCBs in Ölbildern und
ausdrucksstarken Zeichnungen fest. Konvergenz bestimmt auch den
Ausstellungsteil, in dem sich beide auf ihre Weise mit dem öffentlichen
Leben befassen: Demonstrationen, Karnevalsumzügen, der
Achtundsechziger-Bewegung und dem Leben auf der Straße. Eine sympathische
kleine Ausstellung! (VII., Westbahnstraße 40; bis 3. August).
© Die Presse | Wien
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