Aus 2975 Einreichungen aus 71 Ländern
hat die Jury des Prix Ars Electronica 2005 die Gewinner
herausgefiltert. Wachsenden Zuspruch verzeichnen die
Kategorien Net Vision und interaktive Kunst.
In der
Nationenwertung liegt Österreich mit 200 Einreichungen hinter
den USA (498) und Deutschland (327) an dritter
Stelle.
Die Zeiten, als sich die Trickschmieden
Hollywoods die Goldene Nica in der Animationssparte nur noch
abzuholen brauchten, sind längst passé. So mussten sich die
Pixar Studios und ihr Kassenschlager "Die Unglaublichen" mit
einer Auszeichnung begnügen.
Der Hauptpreis ging an den
Polen Tomek Baginski und seine tiefschwarzeAuseinandersetzung
zum Thema Militarismus (siehe "Die Goldenen
Nicas").
Erstmals werden die hundert besten Arbeiten
bei einem zweitägigen Computerfilmfestival im O.K Centrum für
Gegenwartskunst in voller Länge gezeigt. Eben dort gewährt
auch die Ausstellung "Cyberarts 2005" Einblicke in die
aktuellen Entwicklungen der digitalen Künste.
Davids
"Herr der Ringe"
Der Nachwuchsbereich
"u19-freestyle computing" bewegt sich zunehmend in freie
Projekte, die außerhalb der Schule entstehen. Eines davon
stammt von einem "alten" Bekannten: Der neunjährige David
Haslinger aus Linz, im Vorjahr für seinen Kurzfilm "Es war
einmal ein Mann" prämiert, verdiente sich erneut einen
Sachpreis: Mit gescannten Überraschungseier-Figuren erzählt er
Tolkiens "Herr der Ringe" als kurze Animation.
Eine
Auszeichnung erhielten Viktoria Buchberger, Ute Greiner, Hanna
Gruber, Prisca Heim und Sara Wilnauer, Schülerinnen der
Musisch-Kreativen Klassen (MKK) des Linzer BRG Hamerling für
ihr Spiel "MKK - Jubiläumsfun", das den Schulalltag einer
Klasse zum Gegenstand hat.
Zum zweiten Mal wird das
Kunst- und Technologiestipendium "(the next idea") vergeben.
Es geht an den Linzer Martin Mairinger für "USED Clothing": Er
versteht Kleidung als Ausdruck individueller Identität und als
Medium, das über einen Funk-Chip mit Informationen über den
Träger aufgeladen werden kann. Beim Festival wird ein
Second-Hand-Laden eingerichtet, bei dem der Käufer über das
Internet auf die Daten zugreifen kann.
Die Preise
werden am 2. September im Brucknerhaus verliehen.
vom
24.05.2005 |