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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
31. März 2008
14:43 MESZ
Internationale Sommerakademie Salzburg: Spiegel globalisierter Kunst
14. Juli bis 23. August: "Bezugssysteme - Analyse und Konstruktion" als Schwerpunkt der diesjährigen Fortbildungsakademie

Salzburg - "Bezugssysteme - Analyse und Konstruktion" ist der thematische Programm-Schwerpunkt der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, die heuer vom 14. Juli bis 23. August in Salzburg wieder über die Bühne geht. Rund 400 Kunstschaffende aus aller Welt werden erwartet, so die Direktorin der Sommerakademie, Barbara Wally, am Montag bei der Programmpräsentation. Die Lehrenden stammen aus der ganzen Welt und sollen so die globalisierte Kunst widerspiegeln, wurde betont.

Die Studierenden haben auch diesen Sommer wieder Gelegenheit, ihre eigenen Fähigkeiten zu erweitern und sich mit neuen Techniken vertraut zu machen. Das Programm ist umfangreich und vielschichtig und reicht von Malerei, Zeichnung, Grafik und Skulptur über Fotografie, Installation, Design und Bildhauerei bis hin zu Video, Architektur und Schmuckgestalten. Die Lehrenden kommen unter anderem aus Peking, New York, Bukarest, Istanbul, Tokio, Warschau oder Moskau. Die malenden Zhou Brothers aus Chicago werden ebenso wieder dabei sein wie Xenia Hausner, Tone Fink und Andrea Fogli geben "Zeichenunterricht", Klaus vom Bruch geht mit seinen Studierenden aktuellen Fragen der Medienkunst auf den Grund, und Eileen MacDonagh und Susanne Tunn leiten wieder das Steinbildhauer-Symposium, um nur einige Beispiele zu nennen.

Nachfolge von Barbara Wally

Die Direktorin Barbara Wally scheidet nach 27 Jahren aus und geht Ende des Jahres in Pension. Der Posten des Nachfolgers bzw. der Nachfolgerin wird international ausgeschrieben. Ab Juni soll eine Jury die Bewerbungen bewerten, so Brenner. Der Kulturchef erwartet sich, dass die Nachfolgefrage bis zum Herbst geklärt sei.

Die finanziellen Probleme, die die Internationale Sommerakademie eine Zeit lang plagten, seien überwunden, so Wally. Die Schulden von 80.000 Euro seien abbezahlt und die Beiträge für die Studierenden angehoben worden, betonte die Direktorin, die auch eine Bilanz über ihre 27-jährige Tätigkeit zog. Rund 12.000 Studierende aus aller Welt haben seit 1981 an über 600 Klassen unter der Anleitung von 280 lehrenden Künstlern teilgenommen. In diesen drei Jahrzehnten habe sich nicht nur die Kunstproduktion sehr verändert, auch die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft und der Stellenwert der künstlerischen Lehre sei einem Wandel und Umbruch unterzogen worden. (APA)


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