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vom 16.03.2006 - Seite 025
WIEN: Klimt-Bilder abgeholt; Frodl-Nachfolge bald entschieden

Adele ist weg, kommt morgen Agnes?

Gestern war es so weit: Die fünf Klimt-Gemälde aus der Österreichischen Galerie Belvedere, die an die Erben restituiert wurden, sind von einer Transportfirma abgeholt worden. Sie befinden sich auf dem Weg in die USA und sollen im Los Angeles County Museum Of Art (LACMA) gezeigt werden.

Der langjährige Rechtsstreit zwischen den Erben und der Republik Österreich wurde im Jänner durch einen Schiedsspruch zu Gunsten der Erben um Maria Altmann entschieden. Die Bundesregierung hat im Februar beschlossen, das der Republik eingeräumte Vorkaufsrecht nicht wahrzunehmen. Diverse Rückkauf-Aktionen (u.a. vom Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Leitl) waren noch nicht erfolgreich. Erben-Anwalt Schoenberg sagte gestern, es sei noch nicht sicher, "was mit den Gemälden künftig passieren wird".

Frodl-Nachfolge

Sie sollen zunächst einmal im Los Angeles County Museum gezeigt werden. Im Vorjahr besuchten 1,5 Millionen Besucher dieses Museum. Seine Sammlung enthält auch einige österreichische Werke: Wiener Werkstätte, Kokoschka, Arnulf Rainer.

In der Österreichischen Galerie Belvedere heißt es inzwischen jedoch nicht nur Gehen. Denn dem "Leb Wohl, Adele!" steht morgen möglicherweise bereits ein "Hallo, Agnes!" gegenüber.

Das Kuratorium will sich nämlich schon heute Nachmittag auf einen Kandidaten/ eine Kandidatin einigen. Und am Freitag wird dann Bildungsministerin Gehrer über die Nachfolge von Direktor Gerbert Frodl entscheiden.

Als Favoritin gilt Agnes Husslein, die ehemalige Chefin des Salzburger Rupertinums und des Museums der Moderne auf dem Mönchsberg. (apa/irju)


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